Ein Aufruf für mehr Selbstsicherheit im Umgang mit Kritik

Huhu,

momentan befinde ich mich mal wieder in einer Art „Selbstfindungs-Phase“. Solche Phasen habe ich bereits öfter gehabt und ich bin immer einen Schritt weiter gekommen als zuvor. Begonnen hat das Ganze in meiner Zeit als Jugendliche, als sich irgendetwas nicht „stimmig“ angefühlt hat. Einige von euch kennen dieses Gefühl bestimmt. Das ist nicht wirklich greif- oder beschreibbar. Es ist wie ein Jucken im Hals. Man spürt es, weiß aber nicht wo es ist und kann sich auch nicht kratzen, bis man herausgefunden hat, was es wirklich ist.

Ich will euch aber nicht damit nerven, dass ich darüber philosophiere, wie sich diese Phase äußert und anfühlt, also kürze ich das Ganze ein wenig ab. Seit ich Mutter bin, komme ich gefühlt ständig in immer neue Phasen der „Selbstfindung“.

Zuerst musste ich herausfinden, wie ich meinem Kind begegnen will. Althergebrachte Erziehungsmethoden? Attachment Parenting? Oder gar Unerzogen? Es gab so viele Möglichkeiten und ich wurde schier erschlagen.

Kurz darauf kam die erste Kritik an meiner Erziehungsmethode – klar, musste ja so kommen. Dadurch löste ich meine nächste Krise aus. Um Gottes willen, mein Kind isst mit 4 Monaten noch nichts „anständiges“. Er will keinen Tee und er schläft in unserem Bett. Also musste ich das natürlich ändern und trieb unsere kleine Familie langsam aber sicher in den Wahnsinn. Unser Sonnenschein fand das natürlich nicht toll, ich war gestresst weil es nicht klappte wie es doch sein „musste“ und mein Lebensgefährte bekam abends all den Stress ab. Keine tolle Lösung – für niemanden. Als ich dann endlich beschlossen hatte, dass es mir egal war, ob irgendjemand toll fand, dass ich die Bedürfnisse meines Kindes erfüllte und wie ich das tat, war die Krise auch schon wieder verschwunden und alles lief viel entspannter ab.

Jetzt mit ca 14 Monaten trinkt mein Kleiner alles Mögliche (er hat sogar schon an meinem Kaffee genippt – was ich nicht ganz so toll fand), er isst alles was Mama kocht und er schläft sogar immer mal wieder in seinem eigenen Bett. Diese Krise war also thematisch gesehen vollkommen unnötig und nur von außen ausgelöst. Gelernt habe ich daraus jedoch mehr als je zuvor – ich wusste am Besten was für mein Kind ist und weiß es auch immer noch. Niemand sonst verbringt so viel Zeit mit meinem Kind wie ich und daher hat auch keine andere Person das Recht, mir zu sagen, was gut für mein Kind ist und was nicht.

Diese Erkenntnis ist so wichtig gewesen, dass ich sie noch einmal für euch und für mich hervorheben wollte. Lasst euch von niemandem vorschreiben, wann euer Kind mit Beikost anfangen soll, wann ihr abstillt oder wo bzw. wie euer Kind schläft. Ihr seid die meiste Zeit mit eurem Kind zusammen und ihr seid es auch, die die Bedürfnisse eures Kindes am Besten einschätzen könnt. Natürlich gibt es Ratschläge, die helfen können, doch Kritik welche auf althergebrachten Erziehungsmethoden und Sprichwörtern basiert, ist nicht immer das Gelbe vom Ei. Ihr könnt euer Baby nicht verwöhnen, wenn ihr auf seine Bedürfnisse achtet. Euer Baby funktioniert nicht nach Lehrplan, denn es kennt diesen Lehrplan nicht. Wenn euer Kind mit 6 Monaten seinen ersten Zahn bekommt und trotzdem nicht mitessen will – who cares? Ich kenne keinen Erwachsenen, der sich immer noch von Flaschennahrung oder Muttermilch ernährt und ihr?

In diesem Sinne – lasst euch ein dickes Fell wachsen. Akzeptiert die Kritik der anderen und macht euer eigenes Ding. Ihr wisst am Besten, was sich für euch und eure Familie gut anfühlt. Nur weil es bei einer Familie gelingt, muss es bei euch nicht automatisch auch klappen. Wenn es bei euren Eltern funktioniert hat, kann es für euch vollkommen falsch sein. Probiert aus, hört auf euer Herz, euren Verstand und euer Bauchgefühl und lasst euch nicht verunsichern!

Eure Freya

Die Sache mit der Liebe, der Nähe und der Einsamkeit

Huhu,

vor Kurzem hatte ich ein Gespräch mit jemandem, bei dem es um eine ziemlich schwierige Frage ging. Ich will nicht auf die Einzelheiten eingehen, aber es ging um die Liebe, richtige Entscheidungen und den Wunsch nach Nähe und Geborgenheit.

Lange habe ich über diese Frage nachgedacht und bin auf keinen grünen Zweig gekommen. Ich kenne die Situation genau – vermutlich zu genau – um objektiv zu sein. Daher habe ich mich einem anderen Aspekt der Frage gewidmet. Wenn man jahrelang eine Partnerschaft hat und sich trennt, dann ist das ein entscheidender Einschnitt. Ich würde sogar so weit gehen zu sagen, dass die Welt – wie man sie kennt – zusammenbricht. Abends liegt man alleine im Bett und sehnt sich nach Nähe und Geborgenheit. Es ist ein wenig wie ein Entzug, nur eben emotional.

Jeder Mensch sehnt sich nach der Liebe, aber wenn wir ehrlich zu uns selbst sind, dann haben wir doch Angst davor. Wenn wir wirklich lieben, dann macht uns das verletzlich. Wir öffnen uns und können im Vorhinein nicht wissen, ob diese Beziehung halten wird. Jede Beziehung hat Höhen und Tiefen, wir alle entwickeln uns weiter. Was, wenn der Mensch an unserer Seite sich jedoch in eine gänzlich andere Richtung entwickelt? Wie sollen wir das vorher ahnen? Lassen wir uns auf jemanden ein, dann ist das immer mit einem Risiko verbunden. Manches Mal lohnt es sich und einige Male wird es nach hinten losgehen. Natürlich wünschen wir uns, dass die erste Beziehung bis zum Lebensende hält und dass diese eine Person ihre oder seine Träume mit uns teilt. Doch wenn wir unser ganzes Leben auf die oder den Richtige/n warten, wer kann uns versichern, dass wir diese Person nicht verpassen?

Andererseits, wenn wir unser Leben mit jemandem verbringen, von dem wir wissen, dass er uns nicht gut tut – wer sagt uns, dass wir dann die Chance auf die „eine große wahre Liebe“ nicht verpassen? Die Frage ist nicht leicht zu beantworten und im Endeffekt muss jeder für sich selbst entscheiden. Es gibt keinen „richtigen“ Weg. Der eine Mensch ist glücklich, wenn die Liebe alles-verzehrend und allumfassend ist. Wenn die Leidenschaft niemals aufhört und regelmäßig die Fetzen fliegen. Der andere sucht nach einer ruhigen und stabilen Beziehung in der er sich sicher und geborgen fühlt. Wieder jemand anderer weiß nicht, was er will und muss durch viele Anläufe erst herausfinden was er nicht will.

Egal wie wir uns entscheiden, jeder Mensch hat das Recht auf Liebe und auf seinen eigenen Weg. Was wir allerdings alle bedenken sollten ist, welche Risiken wir dafür in Kauf nehmen und ob wir jemanden wirklich lieben oder uns nur nach Nähe sehnen um nicht einsam zu sein.

Eure Freya

Die Sache mit Liebesfilmen

Liebesfilme

Huhu,

wie wohl die meisten Frauen, habe auch ich Phasen, in denen ich mir gerne Liebesfilme ansehe. Aber nicht irgendwelche Filme, nein. Dann will ich diese unglaublich herzzereißenden, kitschigen Filme sehen – gerne auch ohne Happy End. Klingt seltsam? Ist es vermutlich auch.

Einer meiner Lieblingsfilme bisher ist und war „P.S. Ich liebe dich“. Ich weiß nicht, wie oft ich diesen Film bereits gesehen habe und jedes Mal aufs Neue muss ich weinen als gäbe es kein Morgen mehr.

Der Film beginnt mit einem klassischen Streit zwischen Ehepartnern. Kurz darauf stirbt der Mann. Holly (die Ehefrau) ist am Boden zerstört. Er hinterlässt 12 Briefe für sie, welche Aufgaben für Holly enthalten. Zuerst erfüllt sie diese nur mit Widerwillen, doch nach und nach findet sie Gefallen daran, denn dadurch fühlt sie sich ihm näher. Der letzte Brief – bzw. eher ein bestimmter Satz darin – hat mich bisher immer wieder zum Weinen gebracht. Allein beim Gedanken daran, kommen mir die Tränen.

Mein zweiter Favorit ist „Geliebte Jane“. Dieser Film handelt vom Leben der Jane Austen. Jane Austen hat im 18. Jahrhundert gelebt. Ihre Familie wollte, dass sie einen reichen Mann heiratet, doch sie hat abgelehnt – sehr zum Entsetzen ihrer Familie. Jane lernt einen Mann namens Tom kennen. Dieser ist angehender Jurist und kritisiert ihre literarischen Werke sehr. Nach einiger Zeit und vielen Sticheleien verlieben sie sich ineinander.

Ich höre an dieser Stelle auf, um nicht zu viel zu verraten. Der Film ist meiner Meinung nach sehr gut gelungen und auch hier habe ich ziemlich viel geweint.

Heute habe ich mich spontan dazu entschieden einen erneuten Liebesfilm-Tag einzulegen. Meine Wahl fiel unter anderem auf „Ein ganzes halbes Jahr“. Ich muss sagen, dass ich anfangs ein wenig skeptisch war, doch der Film hat mich wirklich überzeugt.

Es geht um ein Mädchen namens Louisa – kurz Lou genannt – welches seinen Job in einem Cafe verliert und anschließend eine Stelle als Pflegerin annimmt. Die ihr anvertraute Person ist ein reicher junger Mann, der für immer an den Rollstuhl gefesselt ist und sein Leben bereits aufgegeben hat. Durch ihre offene Art gewinnt sie nach und nach sein Herz und er legt seine bittere Art ab. Wie es in jedem Liebesfilm so ist, verlieben sich die beiden ineinander. Lou erfährt durch Zufall, dass er vorhat in die Schweiz zu gehen, um dort sein Leben zu beenden. Fortan versucht sie alles, damit er die schönen Seiten des Lebens sieht und sich doch noch umentscheidet.

Auch bei diesem Film kamen mir die Tränen. Nicht so sehr wie bei „P.S. Ich liebe dich“, doch das ist auch nur schwer möglich. Dieser eine Satz hat bereits viele Frauen und Mädchen zum Weinen gebracht. Jeder dieser Filme hat etwas für sich. Ich habe bereits viele Liebesfilme gesehen, doch am Besten fand ich jene, die so starke Gefühle in mir hervor gerufen haben, dass ich die Tränen einfach nicht unterdrücken konnte.

Natürlich gibt es da noch meine geliebten Klassiker wie „Dirty Dancing“ oder „Grease“. Doch an Tagen wie heute, wo mich die Sehnsucht nach herzzerreißenden Liebesszenen überkommt, welche mich noch Wochen nachher zum Weinen bringen könnten, sind die beiden definitiv nicht das Richtige.

Bevor jemand sagt „es gibt aber auch noch Pretty Woman und ganz viele andere richtige Klassiker.“ Oh ja, die gibt es. „Pretty Woman“ habe ich ebenfalls bereits gesehen. Doch im Gegensatz zu meiner Mutter, fand ich den Film zwar toll, doch nicht wirklich mitreißend. Auch „Ghost – Nachricht von Sam“ war unglaublich toll. Doch für diese typischen „Herzschmerz-Tage“, an denen ich Schokolade, Eis, Kaffee und Tee brauche, sind diese Filme leider nicht so gut geeignet.

Welche Liebesfilme seht ihr euch gerne an? Bevorzugt ihr Filme mit Happy End?

Eure Freya

Die ganz große Liebe

mutterliebe

Huhu,

der Titel ist bei vielen bestimmt ein Auslöser für Augenrollen, Kopfschütteln oder Würgereiz, doch er ist anders gemeint als er klingt. Ich rede hier nicht von der romantischen ganz großen Liebe. Ich meine keinen weißen Ritter auf einem Schimmel, der angeritten kommt um die holde Maid zu retten, mit ihr in den Sonnenuntergang reitet, sie liebt und mit ihr Kinder zeugt, bis beide sterben. Nein, ich rede von der einzig wahren ewig währenden und unerschöpflichen großen Liebe – der Mutterliebe.

Ich habe nur gelächelt, als meine Mutter vor einiger Zeit einmal meinte, dass ich schon einsehen werde, dass es nur eine einzige Liebe gibt, die wirklich immer größer wird und die nie vergeht. Ich dachte, sie sei vielleicht verbittert. Versteht mich bitte nicht falsch – ich habe einen großartigen Mann an meiner Seite, den ich wirklich über alles liebe und ich wage zu behaupten, dass er der „Richtige“ ist. Doch seit ich Mutter bin, haben sich meine Prioritäten vollkommen geändert und nun gibt es jemanden in meinem Leben, den ich so sehr liebe, dass ich es nicht in Worte fassen kann.

Seit genau 6 Wochen gibt es ein kleines Wesen, welches mich vollkommen in seinen Bann gezogen hat. Schon in der ersten Sekunde wusste ich ganz genau, dass meine Mutter vollkommen recht hatte. Jetzt – nach 6 Wochen – könnte ich immer noch vor Glück und Liebe weinen, wenn er neben mir liegt und schläft. Wenn mein Fröschlein mich anlächelt, dann ist jede durchwachte Nacht vergessen.

Natürlich weiß ich, dass dieses Gefühl ein geschickter Trick der Natur ist. Das weibliche Gehirn schafft es, uns ab der ersten Sekunde perfekt darauf zu konditionieren, unsere Kinder zu beschützen und zu umsorgen. Bei jeder Berührung werden Hormone ausgeschüttet, welche die Bindung zum Kind stärken. Bei Reaktionen auf das Kind werden Glückshormone zur „Belohnung“ ausgeschüttet.

Doch seien wir ehrlich – welche Mutter interessiert, woher diese Gefühle kommen? Für mich zählt nur, dass mein Fröschlein glücklich und zufrieden ist und ich denke, dass es anderen Müttern da genauso geht.

Eure Freya