Mini-Quiches

Huhu,

ich habe heute ein Rezept für euch, das ich persönlich nicht ganz so toll fand. Die Idee ist super, den Teig fand ich persönlich leider einfach nur staubtrocken und furchtbar. Ich habe mittlerweile mehrere Quiche-Rezepte ausprobiert und kein einziges hat mir wirklich geschmeckt – aber das ist ja bekanntlich Geschmackssache und ich gebe die Hoffnung nicht auf 😉 Hier habe ich das Rezept gefunden.

Mini-Quiches

Zutaten:

  • 300 g Mehl
  • Salz
  • 150 g kalte Butter
  • 1 Zwiebel
  • 180 g Karotten
  • 180 g Kohlrabi
  • 1 El Öl
  • 150 g TK-Erbsen
  • 200 g Sauerrahm
  • 2 Eier der Größe M
  • 4 EL fein geriebenen Käse (ich habe wie immer Gouda genommen)
  • Pfeffer

Zubereitung:

  • Mehl und eine Prise Salz mischen
  • Butter in kleinen Stücken hinzufügen.
  • 50 ml kaltes Wasser zugeben.
  • Erst mit dem Mixer und dann mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten.
  • Teig zu einer Rolle formen.
  • In Klarsichtfolie wickeln und 20 Minuten in den Kühlschrank stellen.
  • Zwiebel, Karotten und Kohlrabi putzen, schälen und klein würfeln.
  • Zwiebel 2 Minuten lang in heißem Öl dünsten.
  • Karotten und Kohlrabi zugeben und 4 Minuten bei mittlerer Hitze mitdünsten.
  • Die Tiefkühl-Erbsen zugeben und noch 2 Minuten dünsten.
  • Sauerrahm mit 1 Ei, 1 Eigelb und Käse verrühren und mit dem Gemüse mischen.
  • Die Gemüse-Sauerrahm-Mischung salzen und pfeffern.
  • Teig in 12 Scheiben schneiden.
  • Muffinblech einfetten.
  • Teigscheiben in die Mulden des Muffinblechs drücken, sodass der Boden und der Rand ausgelegt sind.
  • Eiweiß verquirlen, Teig damit bestreichen und mit einer Gabel einstechen.
  • Bei 180 Grad auf der mittleren Schiene 10 Minuten vorbacken.
  • Blech aus dem Ofen nehmen, Gemüse-Sauerrahm-Mischung einfüllen und die Quiches weitere 20-25 Min. goldgelb backen.

Ich werde vermutlich nächstes Mal ein wenig herumprobieren. Entweder mit Ei, Öl oder Schlagobers oder auch eine Mischung. Jedoch bin ich allgemein nicht wirklich ein Fan von Mürbteig. Meist ist er einfach nur viel zu trocken. Ich möchte nächstes Mal auf jeden Fall das „Topping“ ändern. Mit Schinken oder Speck, ohne Kohlrabi und eventuell mit Mais. Mal sehen, vielleicht finde ich noch eine Variation die mir besser schmeckt =)

Eure Freya

Kibamuffin

Huhu,

auch heute gibt es wieder ein Rezept aus meiner mittlerweile recht stattlichen Sammlung. Gefunden habe ich es hier.

Kibamuffin

Zutaten:

  • 1/2 Banane
  • 75g Zucker
  • 100g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 3 EL Öl
  • 37,5ml Mineralwasser, mit Kohlensäure
  • 24 Sauerkirschen, entsteint, frisch oder aus dem Glas

Zubereitung:

  • Banane mit einer Gabel zu Mus quetschen, mit dem Zucker aufschlagen, Öl dazugeben und das mit Backpulver vermischte Mehl unterrühren.
  • Das Mineralwasser dazugeben und kurz unterrühren.
  • Teig auf 4 Muffinmulden verteilen und mit je 6 Kirschen belegen.
  • Bei 180°C Umluft ca. 30 Minuten backen (Stäbchenprobe machen).
  • Wenn die Banane sehr reif ist, eventuell den Zucker etwas reduzieren.

Ich wandle das Rezept immer ein wenig ab. Je nachdem wofür ich gerade backe. Mache ich die Muffins für meinen Lebensgefährten und mich, dann gebe ich noch einige Schokotropfen oder Kaffeebohnen hinzu. Beides kann man entweder auf die Muffins legen oder in den Teig einrühren. Mache ich die Muffins für unseren Sohn, dann lasse ich einfach den Zucker weg. Das Muffin-Rezept ist super variabel und in jeder Form bisher einfach echt lecker gewesen. Probiert es aus und viel Spaß beim Essen 😉

Eure Freya

Schneller Becherkuchen

Huhu,

heute gibt es wieder ein Rezept. Dieser Becherkuchen geht irrsinnig schnell und schmeckt super lecker.

Zutaten

  • 1 Becher Sauerrahm
  • 1/2 Becher Kakaopulver
  • 1 Becher Zucker
  • 1/2 Becher Öl
  • 1 Becher Mehl
  • 1 Packerl Backpulver
  • 4 Stk. Eier
  • 1 Becher Nüsse gemahlen
  • 1 Packerl Vanillezucker
  • 4 Stk. Eier

Zubereitung

  • Alle Zutaten in eine Schüssel geben und gut verrühren.
  • Den Teig in eine befettete und bemehlte Backform geben (Gugelhupf oder Frankfurter Kranz) und im vorgeheizten Backrohr (Ober-Unterhitze) bei 160°C ca. 50 Minuten backen.
  • Auskühlen lassen und auf eine Platte stürzen.
  • Ihr könnt den Becherkuchen mit Staubzucker bestreuen oder mit einer Glasur überziehen.

Alternativ kann man den Becherkuchen auch in einer anderen Form backen. Bei uns gab es ihn in einer Rosenform. Ich habe den Kuchen mit Haselnüssen gemacht, da wir noch einige von unseren Backsessions der Vorweihnachtszeit übrig hatten. Allerdings habe ich den Kuchen auch schon mit Walnüssen gemacht.

Gefunden habe ich das Rezept hier.

Sollte euer Kuchen nicht so schnell durch sein, solltet ihr ihn einfach 10 Minuten länger im Ofen lassen. Da unser Ofen leider nicht ganz so gut ist, war der Kuchen insgesamt 30 Minuten länger als geplant im Ofen. Ich hoffe sehr, dass euch der Kuchen genauso gut schmeckt wie uns.

Eure Freya

Wie wir endlich den Windelausschlag in den Griff bekommen haben

Huhu,

Windelausschlag – etwas das wohl alle Eltern kennen. Dieses leidige Thema hat uns leider von Anfang an beschäftigt. Wir haben alles mögliche probiert, damit der Po unseres Kleinen endlich nicht mehr rot ist. Nun haben wir wirklich etwas gefunden, was auch endlich dem restlichen Windelausschlag den Garaus gemacht hat. Aber beginnen wir am Anfang.

Im Krankenhaus gab es nur Waschlappen und Pampers-Windeln. Die Waschlappen waren super, doch die Windeln hat unser Goldschatz leider überhaupt nicht vertragen. Als wir nach 3 Tagen nach Hause kamen, haben wir eine andere Windelmarke versucht. Leider hat es einige Zeit gedauert, bis wir herausgefunden haben, dass die Marke „Beautybaby“ von Müller, die einzige war, die er wirklich ohne Probleme vertragen hat. Die zweitbeste Marke war in unserem Fall „babylove“ von dm.

Kurze Info zwischendurch – Die Windeln von Lillydoo sollen großartig sein. Wir haben sie bisher noch nicht getestet. Sobald wir die Windeln getestet haben, werde ich hier nachtragen wie verträglich sie wirklich mit dem Po unseres Kleinen sind.

Kurz darauf ist der Windelausschlag zurückgekehrt. Also haben wir erneut herumprobiert – er reagierte nun auf die Feuchttücher. Eine Bekannte hat mir dann einen tollen Tipp gegeben – Öltücher. Es wurde wirklich um einiges besser, auch wenn der Ausschlag nicht gänzlich verschwinden wollte.

Nach kurzer Zeit wurde es dann doch wieder schlimmer. Wir haben verschiedene Produkte ausprobiert und auch zwischendurch ohne Creme gewickelt. Dann bin ich wieder auf die Suche gegangen. Dieses Mal lautete der Geheimtipp „Heilwolle“. Innerhalb weniger Tage war die Rötung verschwunden.

Dann hatten wir Besuch, waren viel unterwegs und der Po war wieder rot. Nichts hat mehr geholfen. Keine Creme, keine Heilwolle, keine Öltücher. Es wurde immer schlimmer und wir versuchten es mit dem Badezusatz „Eichenrindenextrakt“. Das hat unglaublich gut geholfen und der Windelausschlag ist bis auf einen kleinen Rest innerhalb kürzester Zeit verschwunden – bis es wieder schlimmer wurde.

Plötzlich hat unser Kleiner bei jedem Mal Windeln wechseln begonnen sich zu winden. Er hat geweint, getreten und alles getan, damit wir nicht mehr an seinen Po kommen. Also habe ich mich – wie schon so oft in den letzten Monaten – an den PC gesetzt und alle möglichen Foren und Seiten durchforstet. Ich konnte nichts finden, bis ich einen Beitrag von einer meiner Lieblings-BloggerInnen gelesen habe.

Babys Haut ist so empfindlich, vor allem in den ersten Wochen und Monaten, dass Wasser und ein wenig Öl nicht nur ausreichen, sondern auch der gesündeste Weg sind, um sie zu säubern.

Seitdem ich zu Hause nur mehr Waschlappen mit Wasser und Mandelöl verwende, ist der Ausschlag innerhalb kürzester Zeit vollkommen verschwunden. Wir praktizieren dies nun schon seit geraumer Zeit und bisher ist der Windelausschlag nicht mehr zurückgekommen. Ich hoffe sehr, dass eure Kleinen nicht so sensibel sind und ihr die Tipps daher nicht braucht. Wenn doch – probiert einfach alles aus. Anderes Essen, andere Gewürze, andere Getränke. Nur Wasser oder Still- und Kräutertees. Obst mit weniger Säure, etc. Oftmals sind es ganz alltägliche Dinge, auf die euer Baby reagiert und die euch bei der Überlegung, was den Windelausschlag verursacht, gar nicht in den Sinn kommen.

Wenn ihr noch andere Tipps (gefunden) habt, dann immer her damit. Ich liste sie gerne mit auf.

Eure Freya

Rucola-Penne mit Kirschtomaten und Knoblauch

Huhu,

heute gibt es nur einen kurzen Rezept-Beitrag von mir. Ich war ehrlich gesagt vollkommen begeistert, aber probiert es einfach aus 😉

Rucola-Penne mit Kirschtomaten und Knoblauch

Zutaten:

  • 175 g Kirschtomaten
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Bund Rucola (ca. 80 g)
  • 175 g Penne (vorzugsweise Vollkorn)
  • Salz
  • 1 Stück Pecorino (25 g)
  • 1 ½ EL Olivenöl
  • Meersalz
  • Pfeffer

Zubereitung:

  1. Paradeiser waschen und halbieren.
  2. Knoblauch schälen und in feine Scheiben schneiden. Rucola putzen, waschen, trockenschleudern und grob hacken.
  3. Penne nach Packungsanleitung in reichlich Salzwasser bissfest kochen. Inzwischen den Käse reiben.
  4. Öl in einer großen Pfanne erhitzen und die Knoblauchscheiben darin glasig andünsten. Paradeiser dazugeben und bei kleiner Hitze weich dünsten.
  5. Penne in einem Sieb abgießen und mit dem Rucola zu den Tomaten geben, mit Meersalz und Pfeffer würzen und gut mischen. Mit dem Käse bestreut servieren.

Viel Spaß beim Ausprobieren! Ich habe statt dem Pecorino einfach Gouda genommen – was Käse betrifft bin ich sehr heikel.

Eure Freya

Ein neues Rezept – Gemüsenudeln mit cremiger Schnittlauchsauce

Huhu,

heute habe ich ein neues Rezept ausprobiert. Es ist vegetarisch und super lecker. Auch unserem kleinen Wirbelwind hat das Essen geschmeckt. Das Rezept ist für 2 Portionen angerechnet, bei uns waren es eher 3. Gefunden habe ich das Rezept hier.

Zutaten:

  • 3 kleine Karotten (à 40 g)
  • 1 Stange Lauch (150 g)
  • 175 g Vollkorn-Pasta
  • 1 Zucchini (200 g)
  • 50 ml Gemüsebrühe
  • 1 Schalotte
  • Salz
  • 1 Bund Schnittlauch
  • 1 EL Olivenöl
  • 175 ml Sojacreme
  • Pfeffer

Zubereitung:

  • Karotten waschen, putzen und schälen. Lauch putzen und waschen. Zucchini waschen und putzen. Alles in sehr feine Würfel schneiden.
  • Schalotte schälen und fein würfeln. Schnittlauch waschen, trocken schütteln und in feine Röllchen schneiden.
  • Die Nudeln nach Packungsanleitung in reichlich kochendem Salzwasser bissfest garen.
  • Das Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen. Schalotte darin bei kleiner Hitze glasig dünsten. Karotten zugeben und kurz mitdünsten. Lauch und Zucchini zufügen. Unter Rühren noch 5-6 Minuten dünsten.
  • Die Gemüsebrühe dazugeben und vollständig einkochen lassen.
    Sojacreme dazugießen und 2-3 Minuten cremig einkochen lassen.
    Die Sauce mit Salz und Pfeffer abschmecken. Nudeln abgießen, abtropfen lassen und mit dem Schnittlauch unter die Sauce mischen.

Wir haben leider keine Sojacreme gefunden, daher haben wir stattdessen Schlagobers verwendet. Es geht super schnell, schmeckt uns allen gut und kommt mit wenig Zutaten und Aufwand aus. Das werden wir definitiv öfter kochen – immerhin waren wir alle 3 vollkommen begeistert 😉

Eure Freya

Vom schlechten Gewissen und der perfekten Mama

Huhu,

ich denke (nein, ich hoffe) ich bin damit nicht alleine. An manchen Tagen scheint einfach wirklich rein gar nichts zu klappen. Letzte Woche hatte ich so einen Tag. Abends hatte sich Besuch angemeldet, ich sah mich in der Wohnung um und dachte „Verdammt, noch so viel zu erledigen.“ Der Kleine hatte furchtbar schlechte Laune und selbst zusammenkehren war eine unmögliche Aufgabe. Nach 3 Stunden abwechselnd Kind durch die Wohnung tragen, ins Gitterbett stellen, schnell eine Ecke fegen und dann wieder zum weinenden Kind eilen war meine Laune vollkommen im Eimer. Ich war frustriert, wütend und genervt. Nach 3 Stunden hatte ich es weder geschafft mein Kind zu beruhigen (von schlafen legen wollen wir gar nicht anfangen) noch hatte ich die 10m² große Küche gefegt. Ich hatte noch weitere 5 Zimmer zu kehren und nur mehr 3 Stunden Zeit.

Also nahm ich mein Kind erneut hoch und lief durch die Wohnung. Durch meine Laune hatte ich ihn natürlich nur noch mehr aufgeputscht und war gar nicht mehr zu beruhigen. Nach kurzer Zeit wanderte er – schreiend – in sein Bett und ich kehrte die Küche fertig, um meine Frustration in den Griff zu bekommen. Das klappte natürlich nicht wie gewünscht und irgendwann schnappte ich ihn mir, ging ins Schlafzimmer und „schrie“ mir meine Frustration von der Seele. „Schreien“ weil es nicht an ihn gerichtet war. Es war einfach ein Herauslassen der Wut und Frustration ohne Ziel. Er sah mich groß an, ich erklärte ihm was mich beschäftigte und damit war die Situation überwunden. Er bekam eine frische Windel, ich stillte ihn und anschließend konnte ich 3 weitere Zimmer kehren. Die Tür zu den anderen Zimmern machte ich einfach zu, denn dort würde mein Besuch sowieso nicht hin wollen oder müssen.

Warum ich unbedingt kehren wollte? Tja, weil ich was das anbelangt einfach nicht anders „kann“. Klar, mir könnte es egal sein was andere denken, doch wenn ich weiß, dass jemand mit recht hohen Ansprüchen vorbeikommt, dann will ich eine halbwegs vorzeigbare Wohnung haben. Meine Ansprüche an mich selbst sind hier einfach hoch und auch wenn es vielleicht nicht so wirkt – sie sind schon sehr gesunken. Früher hätte ich den Tag zuvor Staub gewischt, gekehrt, den Staubsauger geschwungen, aufgewaschen, zusammengeräumt, die gesamte Küche und alle Fenster geputzt, etc. Heute reicht mir kehren und eine halbwegs aufgeräumte Wohnung. Das ist einfach etwas, womit ich mich persönlich wohler fühle.

Was hat die Situation mit schlechtem Gewissen und perfekten Mamas zu tun? Alles. Ich wollte immer die „perfekte“ Mama sein. Eine saubere und immer perfekt geputzte Wohnung, immer frisch gekochtes Essen und Backwaren. Sohl Routine haben als auch spontan etwas unternehmen. Die perfekte Frau und Partnerin sein. Nebenher spielend leicht Karriere machen. Ihr kennt dieses Bild wahrscheinlich und Überraschung – das ist unmöglich.

Ich arbeite (noch) täglich von 10 bis 15 Uhr von zu Hause aus. Ich koche zwar meistens frisch, aber zwischendurch gibt es auch einfach nur Würstel oder das Essen vom Vortag. Backen ist ein Luxus, denn wir haben noch kein Backofengitter und mein kleiner Racker ist fasziniert von leuchtenden Dingen. Da ich keine Brandblasen verarzten will, wird halt nur dann gebacken, wenn mein Sohnemann selig schläft und auch mein Mann zu Hause ist. Routine gibt es bei uns zu Hause nicht wirklich, denn unser Sonnenschein stellt jeden Plan auf den Kopf. Spontanität ist ebenfalls eher Wunschdenken, denn auch hier macht mein Kleiner oft einen Strich durch die Rechnung. Von der „perfekten“ Frau und Partnerin wollen wir gar nicht erst anfangen.

Dummerweise bin ich – wie viele andere Mamas – seit meiner Schwangerschaft sehr viel im Internet unterwegs. Dort tummeln sich massig Mamas, die einfach perfekt scheinen. Sie arbeiten, informieren sich, leben gesund, machen Sport, führen eine glückliche Beziehung, haben eine tolle Beziehung zu ihrem Kind, etc. Dann sitze ich oft vor dem PC und denke mir „Sie schafft es doch auch. Das muss doch gehen!“ und dann kommt mein schlechtes Gewissen. Vergleiche sind schlecht – ja, doch das geschieht so automatisch, dass man es einfach nicht verhindern kann.

„Andere Mütter schaffen das doch auch.“ Dieser Satz kam mir schon oft in den Sinn und ich habe ihn leider auch schon zu hören bekommen. Solche Sätze sind unglaublich schmerzhaft, denn man beginnt an sich selbst zu zweifeln. Aber jede Mama ist eine „perfekte“ Mama. Ich wage zu behaupten, dass jede Mama ihr Bestes gibt um die „perfekte“ Mama für ihr Kind bzw. ihre Kinder zu sein. Klappt es mal nicht wie gewünscht, dann ist das auch in Ordnung. Man muss nicht alles „perfekt“ machen um „perfekt“ zu sein. Unsere Kinder lernen auch aus Fehlern. Wenn wir zu unseren Fehlern stehen und reflektiert und angemessen damit umgehen, dann können unsere Kinder so viel daraus lernen.

Ich habe mich viel mit „Good enough parenting“ auseinandergesetzt und dachte immer „Ja, genau!“ Wirklich verstanden hatte ich es aber wohl nicht. Erst diese -für mich – furchtbare Situation, in der sich meine Gefühle so extrem aufgestaut hatten, hat mir die Augen geöffnet und mich dazu gebracht diese Einstellung wirklich zu „übernehmen“. Man kann so viele Dinge lesen und lernen, doch wirklich verstehen können wir vieles erst dann, wenn wir selbst in so eine Situation geraten und die Erkenntnis haben, dass wir nicht perfekt sein können.

Das hat mich auch dazu gebracht noch einmal darüber nachzudenken, warum ich eigentlich diesen Blog schreibe. Die meisten Mama-Blogs sind von Journalisten, Hebammen, Pädagogen, Psychologen, etc. Nur wenige sind von Müttern, welche nicht schon zuvor auf irgendeine Art und Weise in dieser Richtung – sei es schriftstellerisch oder im Bereich Soziales – tätig waren. Mir hat das einfach gefehlt und ich wollte meine Erfahrungen mit euch teilen. Ich möchte euch daran teilhaben lassen, wie ich meinen Weg als Mama finde. Mein Anliegen ist es, dass ihr vielleicht ein paar Dinge mitnehmt, die euch dabei helfen können, den Alltag als Mama zu meistern oder auch an manchen Tagen einfach nur zu überstehen. Das heißt bitte nicht, dass die Blogs von Mamas aus diesen Bereichen schlecht sind oder ich sie nicht lese – ganz im Gegenteil. Ich lese sogar ganz viele dieser Blogs und bin sehr dankbar über die dortigen Informationen.

Eure Freya

Feiertagsstress und Glückskekse

Huhu,

in letzter Zeit war es wirklich sehr still bei mir. Es gab sehr viel zu tun, ein Umzug stand an, wir hatten Besuch, die Feiertage rund um Weihnachten waren völlig ausgebucht und irgendwo dazwischen musste ich auch noch backen. Aber beginnen wir am Anfang. Wir haben es irgendwie geschafft mit einem 7 Monate (nun fast 9 Monate) alten Baby umzuziehen. Es war sehr anstrengend und stressig, aber durchaus machbar. Nun wohnen wir wieder in Wien. Home sweet home 😉 Heute montiert mein Lebensgefährte die letzten Regale und Lampen und dann sind wir vorerst fertig – zum Glück!

Zu Weihnachten waren wir bei meiner Mutter, einen Tag später bei meiner Urgroßmutter und den Tag darauf bei meinem Vater. Am 29. trudelte abends unser Besuch ein. Alles sehr stressig, aber trotz allem schön. Weihnachten war für meine Mutter wahrscheinlich viel stressiger als für mich. Mein Kleiner hat ganz viel Spielzeug vom Christkind bekommen. Sein neues Spielzeug macht sehr viel Krach und er liebt es. Allerdings finde ich den Apfel, der von „leckerem Obstsalat“ singt, schon ein wenig zynisch. Aber gut, er liebt diesen Apfel – was will man mehr?

Die Tage nach Weihnachten sind wir täglich einkaufen gegangen, damit wir über Silvester genug zu essen haben. Wir hatten ja Besuch von 3 Verwandten – da muss natürlich aufgetischt werden. Ich habe mir – wie immer – viel zu viel Stress gemacht und nun haben wir eine übervolle Gefriertruhe. Silvester hat mein kleiner Frosch einfach mal verschlafen. Er ist ungefähr 30 Minuten vor Mitternacht eingeschlafen und erst 45 Minuten nach Mitternacht aufgewacht. Es gab Fondue und Raclette. Sollten wir zu Silvester jemals wieder Besuch haben, dann würde ich viel weniger einkaufen, alles viel früher schneiden, eine zweite Gefriertruhe besorgen, nicht vergessen das Essen aufzutauen und vor allem einen größeren Tisch besorgen. Aber gut – aus Fehlern lernt man bekanntlich. Neujahrsvorsätze gibt es bisher nicht wirklich.

Zum Thema schlafen habe ich auch eine Neuigkeit. Seit der Nacht vom 31. auf den 1. schläft mein Sonnenschein tagsüber auch in seinem eigenen Bett. Er schläft dort zwar nicht ein, aber er schläft nun dort weiter, wenn man ihn hineinlegt.

Was soll das mit den Glückskeksen? Ganz einfach – zu Silvester haben wir Glückskekse gebacken. Ich muss ehrlich sagen, dass ich nicht damit gerechnet habe, dass sie so einfach und schnell gehen. Da Glückskekse eigentlich immer verschenkbar sind und nicht unbedingt nur eine Chinarestaurant- oder Silvester-Sache sind, möchte ich euch hier das Rezept geben.

Glückskekse

ca. 12 Stück

  • 2 Eiklar
  • 40 g Staubzucker
  • 30 g zerlassene Butter
  • 40 g Mehl

Eiklar cremig schlagen, Staubzucker und zerlassene Butter untermischen, zuletzt das Mehl einrühren.  Aus der Masse jeweils 2-3 Scheiben (8 cm Durchmesser) auf ein mit Backpapier belegtes Bleck streichen. Im Rohr bei 180° C ca. 5 Minuten backen. Sehr rasch arbeiten, da der Teig nur heiß formbar ist! Kekse herausnehmen, Botschaft darauflegen, Kekse sofort über die Mitte zusammenklappen und die Enden zusammenführen. Kekse auskühlen lassen.

Eure Freya

Blätterteig-Taschen – mega schneller Snack für zwischendurch

Huhu,

wenn man mit Kind unterwegs ist, ist es gut etwas essbares für die Erwachsenen dabei zu haben. Da ich früh am Morgen selten bis nie Zeit habe mich hinzustellen und großartig Brote zu belegen, einzupacken, zu kochen oder sonstiges, muss der Proviant sehr schnell und vor allem einfach fertig werden. Ich gebe offen zu – es ist kein großartiges Rezept und schon gar keine neue Idee, doch ich habe ewig gebraucht um mich daran zu erinnern – daher teile ich diese Rezeptidee einfach mit euch. Die Rede ist von – Blätterteig-Taschen. Diese kann man – je nach Gusto mit allen möglichen und unmöglichen Dingen belegen und sie schmecken auch kalt noch sehr gut. Hierbei ist es egal ob ihr die Taschen nur mit Gemüse belegt oder auch Wurst, Fisch oder Fleisch verwendet. Es gibt sehr viele verschiedene Variationen.

Blätterteig-Taschen mit Schinken, Salami und Käse

Zutaten:

1 Packung Blätterteig

4 Blatt Schinken

4 Blatt Salami

4 Blatt Käse

Zubereitung:

  1. Ofen nach Anweisung auf dem Blätterteig aufheizen.
  2. Den Blätterteig aufrollen und in 8 Teile schneiden.
  3. Je 1 Blatt Salami, Schinken und Käse auf 4 der Blätterteig-Vierecke legen.
  4. Die übrigen Blätterteig-Vierecke auf die bereits belegten Blätterteig-Vierecke legen.
  5. Die Blätterteig-Taschen in den Ofen schieben.

Alternativ könnt ihr die Menge an Belag auch verdoppeln und die Ecken jeweils umklappen. Uns schmecken die Blätterteig-Taschen sehr gut. Ihr könnt diese auch mit Paprika und Paradeisern machen oder auch mit Faschiertem und Paradeissauce. Eurer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt – Hauptsache es schmeckt!

Eure Freya

Die Reaktion nach der Impfung

Huhu,

wie der Titel schon sagt, geht es heute um die Reaktion auf die Impfung. Man weiß ja, dass das Kind fiebern kann, eventuell Durchfall bekommt und sich auf jeden Fall unwohl fühlen kann. Was mir jedoch niemand gesagt hat, ist dass mein Kleiner plötzlich Untertemperatur bekommen kann.

Als mein Baby neben mir lag und vor Kälte geschrien hat und sich nicht beruhigen ließ, dachte ich „gut, es ist kalt in der Wohnung, wir packen ihn warm ein, dann klappt das schon.“ Pustekuchen. Alle paar Minuten musste ich ihn warm anziehen und anschließend wieder ausziehen. Er war vollkommen überfordert mit der Situation, da er bisher noch nie krank war. Von 24 Stunden hat er mindestens 16 Stunden geschlafen – auch wenn man das nicht unbedingt genießen kann. 4 Tage lang hat er zwischen 38,7° und 35° gewechselt – alle 20 Minuten ungefähr.

Was macht man als Mama, welche den ganzen Tag zu Hause festsitzt? Genau, man schickt Papa mal eben in die Apotheke. Als er abends nach Hause kam wurden die Zäpfchen ausgepackt und auch sofort wieder eingepackt und weggestellt. Warum? Die Zäpfchen werden erst ab 6 Monaten empfohlen. Also habe ich den Kleinen weiterhin brav an- und ausgezogen und bin mit ihm durch die gesamte Wohnung gelaufen. Ich habe in diesen 4 Tagen – ohne Witz – einen ganzen Kilo abgenommen. Einfach nur, weil ich die ganze Zeit auf den Beinen war und nicht wirklich etwas essen konnte. Die Sorge hat dann ihr übriges dazu getan und der Hunger war auch fast nicht vorhanden.

Vor kurzem bekam er nun seine zweite Teilimpfung und erneut begann es mit Fieber und Untertemperatur. Dieses Mal ist es aber um einiges leichter gewesen. Er wechselt nicht mehr so schnell hin und her und die Temperaturen sind auch nicht mehr so extrem hoch bzw. tief. Trotz allem ist er sehr unruhig und schläft sehr viel. Er will am liebsten 24 Stunden am Tag kuscheln und bei Mama sein und wehe Mama ist nicht da, wenn er aufwacht.

Ich habe mir beim letzten Mal einige Tipps zusammengesucht, die diese Zeit um einiges erleichtert haben. Vielleicht findet ihr auch etwas darunter, wenn ihr in dieser Situation seid.

1. Alle Pyjamas waschen und griffbereit haben.

Klingt logisch und hat man eh immer? Bei uns läuft die Waschmaschine zwar täglich, aber man braucht im Normalfall keine 4 Pyjamas. Ist das Kind krank allerdings schon. Da wird gespuckt und gesabbert was das Zeug hält. Dann wird Saft verschüttet und wenn Mama isst, muss man knuddeln und da geht auch schon mal etwas von Mamas Essen daneben. Während seiner ersten Krankheitsphase war der Pyjama ständig angezogen und wurde auch dauernd gewechselt und gewaschen.

2. Saft und Tee zu Hause haben.

Gerade wenn mein Kleiner krank ist, will er unbedingt immer an irgendetwas saugen. Da er den Schnuller vehement verweigert und er gerne an etwas herum kaut, muss das Fläschchen herhalten. Wir haben mittlerweile Karotten-Frucht-Saft, Kinder-Himbeer-Tee, Kinder-Erdbeer-Tee, Bio-Bäuchlein-Tee, Fenchel-Tee und Rote-Früchte-Saft zu Hause – alles ungesüßt natürlich. Natürlich trinkt er keine 24 Stunden an der Flasche, doch wenn er gerade keinen Hunger hat, dann sind Saft und Tee eine unglaubliche Erleichterung.

3. Genug Brei und Lebensmittel zu Hause haben – oder einen Papa, der das Notwendigste besorgt.

Es gibt nichts Schlimmeres als mit einem quengelnden und kranken Kind einkaufen gehen zu müssen. Bis das Kind gewickelt, angezogen und alles notwendige gepackt ist, vergeht mindestens 1 Stunde. Dann muss ich mich auch noch 3 Stockwerke mit Kind und Tasche hinunter begeben, ab ins Auto, anschnallen. Anschnallen ist bei Fieber übrigens auch fast eine Foltermethode. Dann fährt man – wenn man Glück hat und das Baby gerade keinen Hunger hat – los und kaum ist man angekommen, kann man sicher sein, dass das Kind schläft. Also alles leise auspacken, Kind vorsichtig hochheben, in den Buggy oder Kinderwagen legen – Kind wacht auf und hat Hunger. Wieder zurück ins Auto, füttern, ab in das Transportmittel der Wahl. Dann schnell die Kleinigkeiten besorgen, ab ins Auto – erneut das Drama um das Anschnallen. Alles einpacken, nach Hause fahren – Kind schläft. Schnell alles ausräumen, Kind vorsichtig hochheben, alles 3 Stockwerke nach oben tragen. Ich habe das Glück, dass mein Mann mir sehr unter die Arme greift und ich daher nicht mehr mit krankem Kind einkaufen muss. Ich hoffe sehr, dass es euch auch so geht, denn ich kann nun aus Erfahrung sagen – es ist einfach nur furchtbar.

4. Wadenwickel

Dieses Hausmittel hilft wirklich immens. Ob mit Topfen oder nur mit Wasser – ich habe keinen Unterschied feststellen können – die Temperatur sinkt innerhalb weniger Minuten und auch wenn mein Kleiner davon nicht so begeistert ist, es geht ihm danach viel besser.

5. Lüften, lüften, lüften.

Ja, auch und vor allem in der kalten Jahreszeit. Die frische Luft ist notwendig für unsere Kleinen und hilft maßgeblich dabei, dass sie sich besser fühlen. Vorher muss natürlich darauf geachtet werden, dass sie nicht nass geschwitzt und dass sie warm angezogen sind. Ich habe ungefähr 3x täglich das Fenster für mindestens 5 Minuten offen, damit der Kleine wirklich genug frische Luft bekommt. Vor allem wenn die Heizung läuft ist die Luft so trocken, dass es ihm manchmal schwer fällt zu atmen. Kaum ist das Fenster offen, geht es ihm um einiges besser.

6. Viel Kuscheln

Mein Fröschli ist ja immer sehr kuschelbedürftig, doch wenn er krank ist wird er zu einer richtigen Klette. Er schreit und weint und meckert solange, bis er hoch genommen und gekuschelt wird. Da ist es auch egal ob Mama ihn knuddelt, Papa ihn durch die Wohnung trägt oder ob Oma sich mit ihm vor das Aquarium setzt. Hauptsache ganz viel Liebe.

7. Baden

Mein Kleiner liebt es ja zu baden. Am liebsten würde er stundenlang in der Badewanne sein und im Wasser spielen. Als seine Temperatur mal wieder recht niedrig war, habe ich ihm ein Bad eingelassen und er ist in der Badewanne fast eingeschlafen.

8. Ganz viel Ruhe

Für Mama und Baby wohlgemerkt! Wenn das Kind leidet, leidet Mama gerne mit. Da kann man keinen weiteren Stress gebrauchen, denn das Baby fordert volle Aufmerksamkeit ein. Wenn mein Kleiner krank ist, verbringen wir sehr viel Zeit im Bett. Der Kleine kann liegen und schlafen und ich kann arbeiten, schreiben, nebenher wegräumen, etc. Die Vorhänge sind meist fast ganz zugezogen und es ist leise, damit er sich ausruhen kann. Klar, man kann nicht immer den ganzen Tag im Bett bleiben, doch wenn der Kleine etwas braucht, ist alles in Bettnähe und damit griffbereit.

9. Zäpfchen

Auch wenn ich mich bisher standhaft geweigert habe, sie zu nutzen – es ist unheimlich beruhigend zu wissen, dass man sie im Haus hat, wenn man sie braucht. Bisher waren seine Reaktionen immer mit Hausmitteln in den Griff zu bekommen, aber wäre das Fieber gestiegen, hätte ich sehr wohl Zäpfchen genutzt – immerhin hat mein Kinderarzt sie mir verschrieben.

Eine kleine Ergänzung – Wir haben nun auch homöopathische Zäpfchen zu Hause. Nach der letzten Impfung hatte mein Sohn leider doch Fieber und wir haben ihm Viburcol gegeben. Diese haben das Fieber erheblich gesenkt und dazu geführt, dass er nach 2 unruhigen Nächten endlich mal besser geschlafen hat.

Das klingt vielleicht alles logisch und nach wenig, doch man kann leider – so gerne man es würde – die Reaktion auf die Impfung nur im Zaum halten und nicht vollkommen abhalten. Wenn euch noch Tipps einfallen – immer her damit. Wie reagieren eure Kleinen auf die Impfungen? Habt ihr spezielle Tipps und Tricks?

Eure Freya