Seite 2 von 8

Tabuthema Familienbett

Huhu,

selten gehen die Geister so auseinander – oder sich so sehr an die Gurgel – wie bei dem Thema Schlaf. Dabei ist es doch eigentlich so einfach und so schön. Ich will euch heute mal meine bzw. unsere Gründe für das Familienbett aufzeigen.

Nähe

Der erste Punkt ist Nähe. Freuen wir uns nicht alle darüber, wenn jemand neben uns im Bett liegt? Jemand an den wir uns ankuscheln können, der uns wärmt wenn uns kalt ist und der uns Halt gibt, wenn wir unruhig sind? Wieso verlangen wir von unseren Kindern eigentlich, dass sie von Anfang an alleine schlafen sollen? Gerade Kinder leben von Nähe, Wärme, Geborgenheit, Zuwendung und Liebe. Genau darum würde ich mein Kind jederzeit wieder zu mir ins Bett holen. Für mich war das Familienbett einfach eine logische Ergänzung. Tagsüber bekommt mein Kind all die Nähe die er braucht und nachts ebenso. Ich halte ihn im Arm bis er schläft und auch nachts liegt meist eine Hand auf ihm. Er weiß, wir sind da und wenn ich mal nicht neben ihm liegen sollte, weiß er mittlerweile auch wo er mich finden kann. Das bringt mich gleich zum nächsten Punkt.

Sicherheit

Wir haben ein Bett an unser Bett geschoben. Mein Verlobter liegt meist halb in beiden Betten, unser Kleiner liegt zu 80% zwischen uns. Unser Bett ist groß genug für uns 3 und es ist fast unmöglich, dass er aus dem Bett fallen kann. Bewegt unser Wirbelwind sich in der Nacht in Richtung Bettende, wache ich durch meinen leichten Schlaf innerhalb kürzester Zeit auf. Auch Bettdecken sind keine Gefahr, denn unser Kleiner hasst sie abgrundtief. Jede Decke wird sofort weggestrampelt – auch im Schlaf. Da wir beide auch keine Substanzen nehmen, die unseren Schlaf vertiefen, besteht auch keine Gefahr, dass wir uns auf unser Kind rollen.

Faulheit

Ja, das ist auch ein wichtiger Punkt. Ich stille immer noch und jede Nacht bis zu 5x aufstehen ist mir zu anstrengend. In diesem Punkt bin ich einfach faul, dazu stehe ich auch. Ich liebe es, mein Kind in den Schlaf stillen zu können ohne dabei aufstehen zu müssen und es ist großartig, dass ich auch selbst dabei einfach wieder einschlafen kann.

Warum ist das Familienbett so verschrien?

Ich denke, das hat sehr viel damit zu tun, dass wir uns schwer von alten Gewohnheiten trennen können. In jeder Standard Erstausstattungsliste wird ein Gitterbett aufgeführt. Wir denken vor der Geburt auch nicht wirklich darüber nach, ob das jetzt wirklich Sinn macht und ob wir das wollen. Auch ich habe ein Gitterbett besorgt und monatelang versucht, mein Kind dort schlafen zu legen. Bis ich mir endlich eingestanden habe, dass weder mein Kind noch ich davon profitieren und es auch erlaubt ist, sein Kind im eigenen Bett schlafen zu lassen. Kaum hatte ich mir diese Möglichkeit vor Augen geführt, war ich viel entspannter.

Klar, mein Umfeld hält mich für vollkommen irre und ich kann mir immer wieder anhören, dass ich ja sowieso an allen „Problemen“ schuld bin, die mein Kind haben oder bekommen könnte , doch ganz ehrlich – es ist mir egal. Mein Kind ist sehr anhänglich und macht nur selten etwas ohne mich. Warum sollte er alleine schlafen? Wir Erwachsenen haben oft Probleme einzuschlafen, warum sollte es unseren Kindern anders gehen? Und warum zur Hölle muss ich mein nicht mal 2 jähriges Kind dazu trainieren? Nein, für mich macht das einfach keinen Sinn.

Darum gibt es bei uns das Familienbett und wenn er mal alleine schlafen will, dann darf er das gerne tun. Aber erst dann, wenn er es von sich aus möchte. Ich möchte mein Kind in seinem eigenen Tempo groß werden lassen – ohne Zwang.

Bitte nicht falsch verstehen. Ich weiß, viele Kinder schlafen problemlos im eigenen Bett und im eigenen Zimmer. Einige Kinder brauchen diese Ruhe zum schlafen. Das ist großartig, keine Frage! Ich freue mich für jeden Elternteil, der seine Nachtruhe so früh wie möglich ungestört halten kann. Doch was mich so extrem annervt bei der Schlafdiskussion ist, dass einige pauschal das Familienbett verurteilen, als unsicher abstempeln, die Eltern als unfähig betiteln und dann auch noch sagen „selbst schuld“. Ganz ehrlich – welches Elternteil freut sich darüber, dass das Kind nicht alleine einschläft und stundenlang in den Schlaf begleitet werden muss? Kein Elternteil macht so etwas absichtlich und entscheidet sich bewusst dafür. Es gibt so viele verschiedene Menschen und so viele unterschiedliche Möglichkeiten in den Schlaf zu finden. Vielleicht haben diese Eltern noch nicht alles probiert – macht doch einfach Vorschläge, statt ihnen einen Vorwurf zu machen.

Ich hoffe so sehr, dass das Familienbett irgendwann zu einer tolerierten Praxis wird. Nicht jede Familie muss sich dafür entscheiden, doch es wäre toll, wenn man nicht dafür verurteilt wird.

Zu unseren Schlafproblemen und unserer Entscheidung für das Familienbett hatte ich ja bereits hier schon etwas geschrieben.

Wie ist eure Schlafsituation? Brauchen eure Kleinen noch viel Nähe oder schlafen sie schon alleine (ein)?

Eure Freya

Brioche-Striezel à la Urli

Striezel

Huhu,

heute gibt es wie versprochen das Rezept für den Striezel. Dieses Rezept ist von meiner Urli und schmeckt super lecker. Am ersten Tag fehlte schon die Hälfte des Striezels – ich denke das sagt schon alles. Wohlgemerkt – man muss den Striezel NICHT in einer Form machen. Ich war nur leicht verwirrt an dem Tag und habe zu spät daran gedacht einfach Backpapier auf ein Backblech zu legen.

Zutaten:

  • 1/2 kg Mehl glatt 700
  • 15 dag Butter
  • 5 dag Germ
  • 1/4 l Milch
  • 2 TL Rum
  • 15 dag Zucker
  • 10 g Salz
  • 5 Dotter + 1 Ei zum bestreichen
  • Mark einer Vanilleschote
  • Schale einer halben Zitrone
  • Bittermandelaroma nach Geschmack
  • Mandelblättchen oder Zucker zum bestreuen

Zubereitung:

  • Alle Zutaten eine halbe Stunde vorher herausnehmen – sie sollten Zimmertemperatur haben – auch die Germ.
  • Ofen auf 160° C vorheizen.
  • Alle Zutaten (außer das Ei und die Mandelblättchen bzw. den Zucker) gut durchmischen.
  • Der Teig sollte mittelfest sein. Ist er zu fest, könnt ihr noch Milch nachleeren.
  • Teig ca. 40 Minuten ruhen lassen.
  • In drei gleiche (!) Teile teilen und daraus einen Zopf flechten.
  • Mit dem verquirlten Ei bestreichen und zugedeckt ca. 20 Minuten aufgehen lassen.
  • Im vorgeheizten Rohr auf der 2. Schiene von unten ca. 40 Minuten backen.
  • Ihr könnt auch einen kleinen feuerfesten Behälter mit Wasser neben den Striezel stellen.

Sooo, hier habt ihr das Rezept für einen super leckeren Striezel. Ich werde demnächst noch ein anderes Rezept ausprobieren, dass sogar 8 Stränge hat. Mal sehen wie schwer oder leicht es wird damit zu flechten, aber ich liebe Herausforderungen 😉 Morgen ist endlich unser Milchprodukt-Verbot zu Ende, das heißt ich kann endlich die Bananen-Donauwelle ausprobieren. Ich bin schon sehr gespannt und werde meine Erfahrung natürlich so schnell wie möglich mit euch teilen.

Wenn ihr mehr auf Kakao-Kuchen steht bzw. nur schnell was backen wollt, dann schaut euch doch einfach dieses Rezept an.

Eure Freya

Kistl-Rezept: Panierter Kohlrabi

Huhu,

gestern Abend hatten wir noch 2 Stück Kohlrabi von unserem letzten Kistl über. Da wir allerdings bis Donnerstag keine Milchprodukte essen dürfen, fiel unser ursprünglich geplantes Rezept aus. Also haben wir ihn einfach kurzerhand paniert. Nicht unbedingt mein Lieblingsrezept, aber auch sehr lecker.

Zutaten:

  • 2 Kohlrabi
  • Mehl
  • Ei
  • Semmelbrösel
  • Salz
  • Pfeffer
  • Öl

Zubereitung:

  • Kohlrabi schälen und in 1 cm dicke Scheiben schneiden.
  • In Salzwasser kochen – nicht zu weich.
  • Abtrocknen und mit Salz und Pfeffer würzen.
  • In Mehl wenden, durch das verquirlte Ei ziehen und danach in die Semmelbrösel geben und gut bedecken.
  • Fingerdick Öl in eine Pfanne geben und die Scheiben darin beidseitig goldbraun backen.

Dazu gab es Erdäpfelrösti. Mir hat hier das gewisse Etwas gefehlt, aber das „vegetarische Schnitzel“ hat wirklich gut geschmeckt und es ist definitiv ein tolles Rezept für zwischendurch. Es muss ja nicht immer mega ausgefallen und aufwändig sein. Außerdem muss es ja auch nicht unbedingt jedes Mal ein Schnitzel sein, nicht wahr?

Wollt ihr das Rezept gerne vegan? Kein Problem – lasst einfach das Ei weg. Ihr könnt übrigens auch Zitrone, Dille, italienischen Kräutern, Nüssen, Kernen oder sonstiges nutzen um eure Schnitzel oder den Kohlrabi zu panieren.

Samuel war nicht so begeistert, aber das hängt vermutlich mit den Zahnschmerzen und dem Magendarminfekt zusammen.

Alternativ kann man Kohlrabi auch in einer Quiche verarbeiten so wie hier.

Eure Freya

Birnen-Apfel-Bananen-Trauben-Saft

Birnen-Apfel-Bananen-Trauben-Saft

Huhu,

von mir gibt es heute nur ein ganz kurzes Saft-Rezept, dass ich ausprobiert habe. Ich hatte noch ein wenig Obst übrig – zu wenig für einen Kuchen, also hab ich mal wieder meinen Mixer benutzt und eine Saft-Variation probiert. Wenn ich dazu komme, gibt es dafür diese Woche noch ein Rezept für einen Brioche-Striezel und demnächst eine Buchrezension.

Birnen-Apfel-Bananen-Trauben-Saft mit Honig

Zutaten:

  • 1 Birne
  • 1 Apfel
  • 1 Banane
  • 250 ml Traubensaft (bei uns war es Roter Traubensaft)
  • Honig nach Belieben

Zubereitung:

Das Ganze in den Mixer schmeißen, warten bis die Stücke püriert sind und dann ins Glas gießen. Alternativ kann man natürlich auch Milch, Schlagobers oder Buttermilch dazu geben, damit das Ganze sämiger wird, doch da der Kinderarzt uns eine Woche lang ein Milchprodukt-Verbot auferlegt hat, haben wir heute darauf verzichtet 😉 Die Farbe wird durch den Roten Traubensaft ein wenig braunrot. Das variiert jedoch je nach Menge des Traubensaftes.

Weitere Smoothie und Quetschie-Rezepte findet ihr hier und hier.

Eure Freya

Grünes Licht für Baby Nummer 2

Baby

Huhu,

gestern habe ich großartige Neuigkeiten erhalten. Wir haben das offizielle Go von meinem Frauenarzt, dass wir wieder versuchen dürfen schwanger zu werden!

Die Blutungen nach meiner Fehlgeburt dauerten sehr lange an. Erst kurz vor Silvester hörten diese endlich auf. Einen Tag darauf spürte ich ein Ziehen im Unterleib und wusste, meine Periode setzt bald ein. Also schob ich die Untersuchung noch ein wenig vor mir her. Da aber einige Personen in meiner Umgebung immer wieder nachfragten, konnte ich mich nun endlich doch dazu aufraffen die Untersuchung durchführen zu lassen.

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich ein wenig Angst davor hatte. Es stand immer noch im Raum, dass ich eventuell eine Ausschabung machen lassen muss. Dafür wäre ich dann 3 Tage lang im Krankenhaus. So lange war ich allerdings noch nie weg und ich bezweifle stark, dass mein Kleiner 3 Tage ohne stillen aushalten würde. Zu meinem Glück, hätte mein Gynäkologe sowieso von einer Ausschabung abgeraten. Im Krankenhaus hieß es ja, das wäre eigentlich die einzige Lösung.

Laut meinem Gynäkologen dürfen wir also nun endlich wieder versuchen schwanger zu werden. Das heißt ab sofort wird wieder Folsäure gekauft und wir werden fleißig üben 😉 Ich hoffe ja, dass es nicht allzu lange dauern wird, doch mir wurde gesagt, dass es erst dann klappen wird, wenn mein Körper wirklich wieder dazu bereit ist. Mal sehen wie lange das dauern wird. Drückt uns bitte die Daumen, dass es bald klappt und es dieses Mal keinen Unfall geben wird! In der Zwischenzeit werde ich wohl noch ein wenig ausmisten, damit wir für Baby Nummer 2 auch genug Platz haben. Ein paar Dinge werden wir vorher auch noch besorgen, damit wir unseren Kleinen darauf vorbereiten können ein großer Bruder zu werden. Ich bin auf jeden Fall furchtbar erleichtert und guter Dinge. Baby Nummer 2 kann kommen 😉

Eure Freya

Kinderbuch – Der Räuber Hotzenplotz und die Mondrakete

Huhu,

wir haben in unserem Urlaub in Deutschland ein paar Bücher besorgt. Unter anderem eines für unseren kleinen Sonnenschein. Der Räuber Hotzenplotz und die Mondrakete von Otfried Preußler.

Ich bin schon mit den Geschichten von Kasperl und Pezi groß geworden und habe sie über alles geliebt. Jeden Sonntag saß ich mit meiner Oma beim Frühstück vor dem Fernseher und wir haben uns  Kasperl angesehen. Ich bin ja eigentlich schon immer ein Morgenmuffel und eine Langschläferin gewesen, doch für Kasperl bin ich gerne aufgestanden.

Durch Kasperl lernte ich auch Räuber Hotzenplotz kennen und als ich das Buch sah, musste ich es einfach haben! Ich wollte meinem Kleinen unbedingt die Freude mitgeben, die ich durch Kasperl, Pezi und Räuber Hotzenplotz empfunden habe.

Klappentext:

Wachtmeister Dimpfelmoser steht der Schweiß auf der Stirn. Grund dafür: Der berüchtigte Räuber Hotzenplotz ist mal wieder ausgebrochen. Was für eine Katastrophe! Denn jeder weiß: Der Räuber Hotzenplotz ist der gefährlichste Räuber im ganzen Landkreis. Seppel und Kasperl sind fest entschlossen, den Räuber wieder einzufangen – und haben eine grandiose Idee. Sie wollen ihn ein für allemal auf den Mond schießen!

Ja, das ist der „vierte“ Teil von Räuber Hotzenplotz, doch an sich ist die Reihenfolge bei diesem Buch nicht wichtig, denn es ist mehr eine Art Kurzgeschichte. Das Buch liest sich recht leicht und unser kleiner Sonnenschein hat das Vorlesen genossen. Durch die Bilder ist das Buch auch schon für die Kleinsten ein Lesegenuss. Man muss nur ein wenig aufpassen, da das Buch ganz normale Seiten hat welche recht schnell einreißen oder knicken können. Unser Sonnenschein hat mit seinen 18 Monaten bereits fleißig im Buch geblättert und die Bilder eingehend betrachtet. Die Illustrationen sind meiner Meinung nach übrigens sehr gut gelungen und mit viel Liebe zum Detail gemacht worden.

Da es nur eine Kurzgeschichte ist und ich – bis jetzt – die vorherigen Bücher nicht zu Hause habe – kann ich keinen Vergleich anstellen. Doch das Buch ist nicht nur für Kinder lustig. Auch ich musste an manchen Stellen schmunzeln. Ich werde definitiv die anderen Teile der Räuber Hotzenplotz Reihe besorgen und zu unserer Sammlung an Kinder- und Märchenbüchern hinzufügen. Wenn ich nicht vergesse – jaja, die Stilldemenz – werde ich die anderen Bücher auch noch hier vorstellen und meine Meinung dazu kundtun.

Ich kann euch das Buch nur weiterempfehlen. Es wird uns definitiv noch einige schöne Vorlesestunden bringen und ich hoffe sehr, dass unser Kleiner irgendwann genauso erfreut an Kasperl, Pezi und Räuber Hotzenplotz zurück denkt wie ich.

Eure Freya

Zwischen Beziehung und Dressur

Huhu,

heute möchte ich einfach nur meine Gedanken mit euch teilen. Ich habe bereits einige Male darüber geschrieben, dass ich in Sachen Erziehung viele Dinge anders mache als ursprünglich von mir angenommen. Ich dachte früher, ich würde mein Kind so erziehen, wie man mich erzogen hat. Mein Kind sollte Respekt lernen, gehorchen und die richtigen Werte übernehmen. Und dann kam unser Kleiner auf die Welt und alles hatte sich geändert. Ich merkte, dass es für mich unmöglich war, ihn so zu behandeln, wie man mich behandelt hatte. Wie sollte ich dieses unschuldige Wesen einfach schreien lassen? Warum sollte ich dafür sorgen, dass er ab einem von mir festgelegten Zeitpunkt Brei isst, obwohl er ihn ganz eindeutig verabscheut? Ich machte mir viele Gedanken darüber und stellte fest, dass ich mein Kind nicht so erziehen wollte. Ich wollte eine echte Beziehung zu meinem Kind und keine allmächtige Position, der sich mein Sohn beugen muss.

Ich fand den Begriff Attachment Parenting und begriff nach einiger Recherche, dass ich in einigen Fällen schon so handelte, wie auf vielen Blogs beschrieben. Irgendwann landete ich dann bei dem Begriff „Unerzogen“. Ursprünglich schüttelte ich den Kopf, verwarf jeden Gedanken daran und machte weiter wie zuvor. Nachdem mich der Begriff aber plötzlich dauernd und von überall her ansprang, recherchierte ich doch ein wenig. Ich war immer noch nicht überzeugt doch irgendetwas ließ mich nicht mehr los. Der Satz Beziehung statt Erziehung klang einleuchtend.

Der Gedanke, dass Erziehung Gewalt ist war mir auch schon gekommen. Niemand wird gerne erpresst, angeschrien oder manipuliert. Bei unseren Kindern sind diese Mittel jedoch Gang und Gäbe – warum? Wenn ich mich mit anderen über das Thema unterhielt, wurde ich für verrückt erklärt. Wieder so eine unsinnige Idee von mir, welche nicht umsetzbar ist. Allein der Gedanke daran, dass Erziehung falsch sein könnte war für 90% meiner Gesprächspartner vollkommen abwegig. Eine Beziehung hat man doch auch mit Erziehung. Was sollte man denn sonst tun? Das Kind kann ja nicht machen was es will! Wo kämen wir denn da hin?Ja wohin eigentlich? Wo wollen wir denn hin? Wünschen wir uns nicht alle eine Zukunft in der Erwachsene sich großzügig und selbstbewusst verhalten? Wollen wir nicht alle, dass unsere Kinder glücklich sind? Wie soll das gehen, wenn wir unsere Kinder dressieren wie Hunde? Welcher Platz bleibt für die Beziehung zu unserem Kind, wenn wir uns verhalten wie Diktatoren? Wir geben Befehle und erwarten, dass unsere Kinder gehorchen – Willkommen in der Hundedressur!

Nein danke. Und wie kommen wir nun zu einem anderen Weg? Wie schaffen wir es, unsere Kinder wie Menschen zu behandeln? Sie so zu behandeln, wie sie es verdient haben? Gute Frage. Ehrlich gesagt arbeite ich noch daran. Auch ich schreie manchmal. Oft habe ich den Drang, ihm einfach etwas wegzunehmen oder ihn wegzutragen. Jedes Mal aufs Neue muss ich mich daran erinnern, dass ich das nicht tun will. Ich arbeite daran meine Gefühle wieder zu spüren. Zu spüren, was ich brauche und was mir gut tut. Ich lerne endlich Nein zu sagen und auch mal zwei Meinungen nebeneinander stehen zu lassen. All das ist schwer und oft gibt es Rückschläge. Doch wenn ich mir vor Augen halte, wie viel besser es unseren Kindern in Zukunft gehen könnte, ist diese Arbeit einfach.

Wir können die Zukunft heute mitgestalten. Wir sind dafür verantwortlich, wie wir mit unseren Kindern umgehen und welche Werte wir ihnen vermitteln. Entscheiden wir uns dazu unsere Kinder ernst zu nehmen und neue Lösungen zu finden. Vielleicht kann man ja in der Badewanne Zähne putzen. Eventuell ist das Gitterbett der ideale Ort um neben Mama zu turnen und zu spielen, während sie schnell den Haushalt erledigt. Es gibt so viel mehr Lösungen, wenn wir aufhören Befehle zu geben und Gehorsam erwarten. Wir haben Kinder, keine Erwachsenen und diese Kinder sind nicht dazu verpflichtet uns zu gefallen. Wir sind dazu verpflichtet für sie da zu sein. Wir müssen dafür sorgen, dass sie eine schöne Kindheit haben.

Das bedeutet nicht, dass wir nie Nein sagen dürfen, ständig über unsere Grenzen gehen und unseren Kindern alles abnehmen. Im Gegenteil! Es bedeutet einfach, dass wir unsere Kinder als Menschen sehen und beginnen mit ihnen zu arbeiten. Ich arbeite mit meinem Kind an Lösungen, die für uns beide tragbar sind. Wenn er beschließt, dass Steckdosen großartig sind und man eine Gabel hineinsteckt, setze auch ich meine „Macht“ ein und nehme ihn weg. Ganz klar! Aber ich werde ihn nicht daran hindern mit einem Becher Wasser in eine Schüssel zu füllen, weil es mir gerade nicht passt. Das ist es, was ich euch mitgeben möchte. Arbeitet an euch – nicht euren Kindern. Denn die Beziehung zu euren Kindern ist eure Aufgabe.

Eure Freya

Toniebox – unser kleines Wunderspielzeug bei Krankheit

Huhu,

heute gibt es mal eine – unbezahlte! – Werbung von mir. Vor unserem Urlaub waren wir auf der Suche nach einem tragbaren Gerät, mit dem wir Musik abspielen können. Damit unserem Wirbelwind während der langen Autofahrt nicht langweilig wird. Wir haben sehr lange gesucht und uns dann endlich geeinigt – auf die Toniebox. Eigentlich könnte der Beitrag hier aufhören, aber das wäre dann doch ein wenig kurz 😉 Also beginnen wir am Anfang der Suche.

Ich stöberte ewig auf Amazon und suchte nach einem Gerät, welches alles hatte, was wir wollten und unkaputtbar war. Gefunden habe ich nichts. Ein wenig enttäuscht beschloss ich also, einfach im Müller nachzusehen, welche Geräte dort angeboten werden. Immerhin haben wir ja direkt vor der Haustüre einen recht großen Müller und es ist nie schlecht sich vor Ort umzusehen. Die Auswahl war nicht berauschend und mein Verlobter war nicht wirklich hilfreich. Er wollte unbedingt einen Kassettenspieler und fiel aus allen Wolken, als er erfuhr, dass es fast keine Kassetten mehr gab. Ich wollte eigentlich einen CD-Player, doch mein Schatz fand, das wäre eine furchtbare Idee. Vor lauter Frust hätte ich fast aufgegeben.

Irgendwie kamen wir dann zu den Brett- und Kartenspielen und dort standen die Tonieboxen. Ich erinnerte mich daran, wie begeistert all die Mamas waren, die so eine Box zu Hause hatten und zeigte sie meinem Verlobten. Er war etwas irritiert von meiner Erklärung und fragte erst einmal jemanden „vom Fach“ (also einen Mitarbeiter). Dann hatte er sich entschieden – es musste die Toniebox werden. Wir nahmen sie mit nach Hause, ich schloss das Setup ab und schon konnte die Box bespielt werden.

Seitdem sind immer mehr Tonies in unserer Sammlung gelandet und bisher ist unser Kleiner hellauf begeistert. Die Bedienung ist intuitiv erlernbar und bereits nach einigen Minuten wusste er, wie man lauter und leiser stellt. Einige Zeit später fand er heraus, dass man auch vor- und zurückspulen kann. Seit wir die Toniebox haben, ist sie unser ständiger Begleiter und läuft manchmal einige Stunden am Stück.

Seit gestern Abend hat unser Kleiner Fieber und ist sehr quengelig. Das Einzige was ihn wirklich ein paar Minuten lang zur Ruhe kommen ließ, war die Toniebox. Unser Wirbelwind hängt gerade fast 24/7 auf mir/uns, will kuscheln und getragen werden und stillt fast nur. Daher bin ich froh, dass er durch die Toniebox wenigstens ein paar Minuten lang auch ohne meine Nähe ruhig und ausgeglichen ist. Das gibt mir die Möglichkeit mich ein wenig auszuruhen und neue Kraft zu schöpfen. Allein deswegen würde ich die Box jederzeit empfehlen!

Eure Freya

Kistl-Rezept: Erdäpfel-Gratin mit Grünkohl, Karotten und Salami

Huhu,

heute teile ich unser neues Lieblingsrezept mit euch. Mein Verlobter meinte zu mir, das
Erdäpfel-Gratin wäre sein absolutes Lieblingsessen und es gab schon einige Rezepte, die er gerne isst.

Zutaten:

  • 500g Erdäpfel
  • 2-3 Karotten
  • 200g Salami
  • 1 Bund Grünkohl
  • 2 Becher Schlagobers
  • Salz
  • Pfeffer
  • Gouda

Zubereitung:

  • Backofen auf 175° Ober- und Unterhitze vorheizen.
  • Erdäpfel schälen und in kleine Würfel schneiden.
  • Erdäpfel in kochendes und gesalzenes Wasser geben und so lange kochen, bis sie durch sind.
  • Karotten waschen, schälen und ebenfalls würfeln.
  • Die großen Stangen vom Grünkohl entfernen. 
  • Je nach Belieben könnt ihr den Grünkohl schneiden oder einfach in größeren Stücken lassen.
  • Salami ebenfalls klein schneiden,
  • Alles in eine Auflaufform geben.
  • Schlagobers über alles gießen und mit Salz und Pfeffer würzen.
  • In den Ofen schieben und ca. 30-45 Minuten warten.
  • Gouda reiben und über den Auflauf geben.
  • Anschließend erneut 30-45 Minuten in den Ofen geben, bis der Käse anfängt braun zu werden.
  • Erdäpfel-Gratin aus dem Ofen holen, anrichten und genießen.

Ein kleiner Tipp: Das Erdäpfel-Gratin ist wirklich sehr sättigend. Obwohl wir sehr großen Hunger hatten, waren wir beide nach 1 1/4 Tellern schon satt. 

Ein anderes Bio-Kistl-Rezept findet ihr hier.

Eure Freya

Kistl-Rezept: Spätzle mit Pastinaken und Champignons

Huhu

seit dieser Woche haben wir ein Bio-Kistl mit Obst und Gemüse vom Biohof Adamah. Wir haben sehr lange gebraucht um uns endlich dafür zu entscheiden, doch wenn man neue Rezepte ausprobieren will, dann hilft es ungemein Gemüse und Obst zugesandt zu bekommen, dass man noch nicht kennt. Bisher waren alle ausprobierten Gerichte super lecker! Meinem Verlobten und mir hat es sehr gut geschmeckt und bei der zweiten Mahlzeit hat auch unser kleiner Wirbelwind fleißig zugeschlagen. Vor allem jedoch bei den Spätzle und Pastinaken 😉 

Zutaten:

  • 500g Spätzle
  • 3-4 Pastinaken
  • 250g Champignons
  • 1 Stange Lauch
  • 2 Flachen Creme fine
  • Salz
  • Pfeffer

Zubereitung:

  • Die Spätzle ins gesalzene und kochende Wasser geben und ca. 13 Minuten kochen lassen.
  • Pastinaken waschen, schälen und in kleine Würfel schneiden.
  • Pastinaken waschen, schälen und in kleine Würfel schneiden.
  • Champignons waschen und ebenfalls in kleine Würfel schneiden.
  • Lauch waschen und in Ringe schneiden.
  • Wer das möchte, kann hier noch Speck in Würfel schneiden und in der Pfanne anbraten. Wir tendieren jedoch zu der vegetarischen Variante.
  • Das Gemüse in eine Pfanne geben, anbraten und warten bis die Flüssigkeit verdampft ist. 
  • Creme fine hinzugeben und würzen.Spätzle und Sauce auf einen Teller geben und genießen.

Nach und nach werde ich einige Rezepte teilen, die ich nur durch das Bio-Kistl ausprobiert habe. Vielleicht findet auch ihr ein paar Anregungen und traut euch über unbekanntes Gemüse und Obst. Viel Spaß beim Kochen!

Eure Freya

« Ältere Beiträge Neuere Beiträge »

© 2019 Freyas Tales

Theme von Anders NorénHoch ↑

%d Bloggern gefällt das: