Das (leidige) Thema Schlaf

Huhu,

unser Sohn ist ja nun schon 10 Wochen alt und das Thema Schlaf ist und war bisher ein riesiges Thema. Die erste Nacht hat er ganz brav in seinem Bett geschlafen und zwar 8 Stunden am Stück. Dummerweise hatte er dann Blähungen, wodurch er nicht mehr ganz so lange geschlafen hat. Doch er schlief weiterhin ohne Probleme brav in seinem Bettchen.

Im Krankenhaus habe ich mir das Zimmer mit einer anderen Mama geteilt, die schon ein Kind hatte. Ein seeeeehr aufgewecktes Mädchen, welches das Bedürfnis hatte mit dem Kinderbett ihres Bruders durch die Gegend zu fahren. Ihr könnt euch bestimmt denken, wohin das geführt hat. Genau – sie ist prompt mehrmals mit dem Kinderbett gegen das Bett meines Kindes gefahren. Unser Kleiner lag recht gut in seinem Bettchen und ist auch nicht aufgewacht, also halb so schlimm – dachte ich.

In der Nacht hatte er erneut Blähungen und ich musste für 5 Minuten ins Bad – Zeit genug für meinen Kleinen, um aufzuwachen und zu schreien. Meine Zimmernachbarin ging dann zu seinem Bettchen und seit dieser Nacht schläft er nicht mehr alleine. Sobald er in sein Bettchen gelegt wird, fängt er an zu schreien und lässt sich durch nichts anderes beruhigen, als Mamas Arme.

Ich vermute mal, dass mein Fröschli unbewusst sehr wohl mitbekommen hat, dass etwas mit seinem Bett kollidiert ist. Als dann auch noch jemand Fremder vor seinem Bett stand, als er wegen der Blähungen geweint hat, muss er sich wohl so unsicher gefühlt haben, dass er ab dem Zeitpunkt das Bett als „schlechten Ort“ empfunden hat.

Ich muss dazu sagen – ich war bisher eher ein Gegner von Familienbetten und wollte meinen Sohn von Anfang an in seinem eigenen Bettchen schlafen lassen. Doch ganz egal wie oft ich ihn in sein Bett gelegt habe, er fing an zu weinen und steigerte sich in einen Heulkrampf, nach dem er nicht mehr richtig einschlafen wollte. Also haben mein Lebensgefährte und ich den Kleinen bisher jede Nacht in unserem Bett gehabt. In seiner Wippe hat er jedoch bereits stundenlang geschlafen – natürlich nur unter Beobachtung.

Ich habe immer wieder – erfolglos – versucht, unser kleines Fröschli in eines seiner Gitterbetten zu legen und heute hat es, wie durch ein Wunder, zum ersten Mal kein Geschrei gegeben. Er hat bereits 2x in seinem Bettchen geschlafen heute und ich hoffe sehr, dass er auch nächstes Mal wieder darin einschläft, damit er bald auch sein eigenes Zimmer benutzen kann.

Anfangs hat mein kleines Fröschli nur ganz eng an Mama gekuschelt geschlafen. Sobald ich aufgestanden bin, war er wach und hat geweint. Nach und nach konnte ich ihn immer ein wenig weiter weg legen und er hat brav weiter geschlafen. Mittlerweile kann er auch alleine in unserem 2,10 m x 1,80 m Bett schlafen (abgesichert durch Decken und in der Mitte des Bettes liegend). Sein Reisegitterbett steht in unserem Wohn-/Arbeitszimmer direkt neben mir, damit er auch lernt, dass er in seinem eigenen Bettchen schlafen kann und Mama nicht weit weg ist. Seit heute klappt dies – zu unser aller Freude – auch schon ganz gut.

Ich vermute, dass die Zeit im Krankenhaus uns beide sehr gestresst hat. Vermutlich so sehr, dass unser Fröschli erst Zeit und sehr viel Nähe brauchte, um sich an das Schlafen im eigenen Bett gewöhnen zu können.

Einerseits freue ich mich schon, wenn ich wieder ruhig schlafen kann, denn mit Baby im Bett bewege ich mich fast gar nicht und habe morgens sehr oft einen steifen Rücken oder eine eingeschlafene Hüftmuskulatur. Doch andererseits werde ich es wahrscheinlich sehr vermissen so eng an mein Baby gekuschelt einschlafen zu können und morgens mit seinem wunderbaren Lächeln aufzuwachen.

Ganz egal, welche Schlafsituation ihr momentan noch habt und ganz egal wie verzweifelt ihr seid, weil ihr zu wenig Schlaf bekommt oder euer Baby nicht alleine schläft – Kinder wollen irgendwann selbstständig werden. Wenn euer Kind dazu bereit ist, dann wird es auch alleine schlafen. Jedes Kind ist anders und hat einen ganz eigenen Entwicklungsrhytmus – das wird schon.

Eure Freya

Die ganz große Liebe

mutterliebe

Huhu,

der Titel ist bei vielen bestimmt ein Auslöser für Augenrollen, Kopfschütteln oder Würgereiz, doch er ist anders gemeint als er klingt. Ich rede hier nicht von der romantischen ganz großen Liebe. Ich meine keinen weißen Ritter auf einem Schimmel, der angeritten kommt um die holde Maid zu retten, mit ihr in den Sonnenuntergang reitet, sie liebt und mit ihr Kinder zeugt, bis beide sterben. Nein, ich rede von der einzig wahren ewig währenden und unerschöpflichen großen Liebe – der Mutterliebe.

Ich habe nur gelächelt, als meine Mutter vor einiger Zeit einmal meinte, dass ich schon einsehen werde, dass es nur eine einzige Liebe gibt, die wirklich immer größer wird und die nie vergeht. Ich dachte, sie sei vielleicht verbittert. Versteht mich bitte nicht falsch – ich habe einen großartigen Mann an meiner Seite, den ich wirklich über alles liebe und ich wage zu behaupten, dass er der „Richtige“ ist. Doch seit ich Mutter bin, haben sich meine Prioritäten vollkommen geändert und nun gibt es jemanden in meinem Leben, den ich so sehr liebe, dass ich es nicht in Worte fassen kann.

Seit genau 6 Wochen gibt es ein kleines Wesen, welches mich vollkommen in seinen Bann gezogen hat. Schon in der ersten Sekunde wusste ich ganz genau, dass meine Mutter vollkommen recht hatte. Jetzt – nach 6 Wochen – könnte ich immer noch vor Glück und Liebe weinen, wenn er neben mir liegt und schläft. Wenn mein Fröschlein mich anlächelt, dann ist jede durchwachte Nacht vergessen.

Natürlich weiß ich, dass dieses Gefühl ein geschickter Trick der Natur ist. Das weibliche Gehirn schafft es, uns ab der ersten Sekunde perfekt darauf zu konditionieren, unsere Kinder zu beschützen und zu umsorgen. Bei jeder Berührung werden Hormone ausgeschüttet, welche die Bindung zum Kind stärken. Bei Reaktionen auf das Kind werden Glückshormone zur „Belohnung“ ausgeschüttet.

Doch seien wir ehrlich – welche Mutter interessiert, woher diese Gefühle kommen? Für mich zählt nur, dass mein Fröschlein glücklich und zufrieden ist und ich denke, dass es anderen Müttern da genauso geht.

Eure Freya