Kategorie: Familie (Seite 1 von 3)

Die liebe Familie besuchen

Ich weiß ja nicht wie es bei euch so ist mit Familienfeiern, Geburtstagen und sonstigen Feiertagen, aber bei uns gibt es nicht eine große Feier zu der man sich trifft. Nein, wir haben Familie in Niederösterreich, Burgenland, Wien und Deutschland. Natürlich will jeder die wichtigsten Feiertage gemeinsam verbringen, aber die Zeit reicht vorne und hinten nicht. Würde ich alle Familienmitglieder abklappern – puh, dann würde ich wohl 7 Tage brauchen oder 4, wenn ich jeweils 2 Orte an einem Tag besuche. Na vielen Dank auch.

Ihr fragt euch, warum ich herumfahren müsste? Naja, der eine Teil der Familie kann nicht vorbeikommen und der andere Teil der Familie will nicht vorbeikommen. Die Gründe sind vielfältig und reichen von Unsportlichkeit über Schmerzen bis hin zu Faulheit und Ausreden. Aber ich muss dazu sagen – es gibt auch Teile der Familie die uns besuchen kommen! Über diesen Teil der Familie bin ich besonders froh. Ich bin so dankbar, wenn jemand sich treffen will und sagt „ich komme vorbei“ oder „treffen wir uns doch auf einem Spielplatz“! Das erleichtert mir alles einfach ungemein. Ich muss nicht ewig durch die Gegend fahren, muss nicht so viel Zeug einpacken und kann im Notfall schnell nach Hause in den sicheren Hafen. Einfach großartig und entspannt!

Warum Familienbesuche für mich anstrengend sind

Es gibt so viele Punkte, die mich wirklich stören wenn ich unsere Familie besuchen fahre. Fangen wir mal bei der Sicherheit an. Wenn wir ganz ehrlich sind – wie viele Familienmitglieder sorgen denn wirklich dafür, dass die Umgebung kindersicher ist? Ich für meinen Teil darf am laufenden Band hinter meinem Kind herlaufen und „Nein“ sagen. Sei es, weil Steckdosen ungesichert sind, weil die Schränke nicht geöffnet werden dürfen oder weil das Kind helfen will und nicht darf. Nach solchen Familienbesuchen bin ich abends einfach nur ausgelaugt und brauche mindestens einen Tag Pause. In gewohnter Umgebung wo mein Kind so gut wie alles darf, weil es einfach sicher ist. Ich muss nicht immer hinterherlaufen und „Nein“ sagen. Die Kämpfe und Wutanfälle sind fast nicht vorhanden und es ist einfach alles viel entspannter.

Hinzu kommt noch der Spielzeug- und Beschäftigungsmangel! Jetzt mal ehrlich, welches Kleinkind setzt sich ruhig hin und spielt durchgehend mit 3 Spielsachen? Total langweilig! Also muss ich je nach vorhandenen Spielsachen etwas mitnehmen. Das macht meine Tasche nicht unbedingt leichter. Will mein Kind dann nicht in den Kinderwagen oder Buggy, muss ich Kind, Tasche, Spielzeug und mit ganz viel Pech noch seinen Puppenbuggy schleppen.

Da fällt mir gleich das nächste ein. Das Essen! Kennt ihr das, wenn die Verwandten dem Kind unbedingt etwas zu essen geben wollen und sich dann beschweren, dass das Kind nicht still sitzt, das Essen nicht aufisst, Essen auf dem Boden landet oder das Essen einfach nur untersucht und dann stehen gelassen wird? Dieses Thema ist bei uns ein riesen Problem.

Die emotionale Komponente

Und dann kommt der Satz „tja, das liegt daran, dass du nicht erziehst und immer noch stillst. Du wirst ja schon sehen, was du davon hast.“ Puh, da würde ich echt am liebsten einfach (an die Decke) gehen. Aber man ist ja höflich, lächelt und sagt „Ja, wir werden sehen wie es in ein paar Jahren ist.“ War ich erst meine Familie besuchen dann habe ich erst mal genug. Klar, man kümmert sich um den Kleinen und freut sich ihn zu sehen. Aber ich habe nicht das Gefühl, dass er, sein Wesen oder meine Werte akzeptiert oder respektiert werden.

Immer wenn ich Sätze höre wie „bei mir trotzt du nicht!“ fliegen bei mir alle Sicherungen raus und ich würde die Person am liebsten schütteln. Erstens – trotzen? Das Kind trotzt nicht, es ärgert sich oder ist traurig und ja verdammt, mein Kind darf seine Gefühle leben. Wenn er etwas nicht bekommt und es ihm nicht erklärt wird, dann darf er sich ungerecht behandelt fühlen und das auch ausleben. Sollen wir wirklich eine neue Generation an Erwachsenen hervorbringen, die von ihren Gefühlen komplett abgeschnitten sind? Ich denke nicht, dass das erstrebenswert ist. Zweitens, was denkt sich eine Person dabei zu sagen, mein Kind darf seine Gefühle bei ihm/ihr nicht ausleben? Abgesehen von der Betonung „bei mir trotzt du nicht.“ Mhm, das impliziert indirekt ja, dass er das nie dürfen sollte und ich dementsprechend etwas falsch mache? Ein gefährliches Terrain wie ich finde.

Konsequenzen

Klar, Familie ist wichtig, aber ganz ehrlich – wenn sie euch nicht gut tut und euch nicht unterstützt, dann kann man den Kontakt auch vermindern. Familie ist nicht alles wert. Wenn ihr nach einem Treffen vollkommen ausgelaugt seid, euch erst einmal eine Flasche Sekt oder Wein öffnen müsst und am liebsten eine Tafel Schokolade und eine Packung Chips gleichzeitig in euch hinein futtern wollt, dann solltet ihr ganz dringend etwas ändern. Das war übrigens der Punkt, an dem ich für mich gesagt habe „Stopp! So nicht mehr!“

Ich war nach dem Besuchen der Familie so fertig, aufgewühlt, verletzt, wütend und traurig, dass ich mich am liebsten verkrochen hätte. Sowas braucht niemand. Also habe ich beschlossen den Kontakt zu verringern und meine Energie mehr auf mich und mein Kind zu lenken. Siehe da – es hat funktioniert. Die Treffen sind nun ein wenig entspannter und die Spitzen wurden weniger. Sollte doch mal ein „Ich weiß es aber besser“ aufkommen, dann prallen sie an meinem dicken Fell ab und ich habe sogar schon eine Entschuldigung bekommen (eine Seltenheit leider).

Fazit

Jede Familie hat so ihre eigenen Macken, Probleme und Diskussionsherde. Ich denke jedoch, dass sich viele der Probleme gemeinsam lösen lassen. Manchmal ist die Lösung ein Gespräch, manchmal das verringern des Kontakts und in Härtefällen ist es der Kontaktabbruch. Alles ist möglich und in Ordnung. Niemand muss sich quälen und Zeit und Energie dafür opfern eine Familie zu besuchen, die nichts anderes tut als zu kritisieren, zu stänkern und in keiner Weise Unterstützung anbietet! Sucht euren Weg, den mit dem ihr glücklich seid und lasst euch von niemandem drein reden. Ihr gebt euer Bestes und das ist gut genug!

Ich hatte ja schon an anderer Stelle kurz angerissen, dass es in unserer Familie oft nicht ganz so rosig aussieht. Hier hatte ich bereits erwähnt, dass ich lernen musste „Nein“ zu sagen und hier schrieb ich darüber, dass jeder seinen eigenen Weg gehen muss. Wie geht es euch mit eurer Familie? Bekommt ihr genug Unterstützung? Wo sind eure Brenn- und Diskussionspunkte?

Eure Freya

Emotionaler Missbrauch in der Erziehung

Was emotionaler Missbrauch ist und die häufigsten Formen hatte ich hier bereits angerissen. Heute geht es mir allerdings darum, den emotionalen Missbrauch in der Erziehung ein wenig näher zu beleuchten. Wie ihr vielleicht schon wisst, gehe ich einen etwas anderen Weg mit meinem Kind als die meisten. Ich habe sehr viel Mist erlebt – schon in meiner Kindheit – und weiß daher, dass ich mein Kind davor schützen will. Leider falle ich durch meine Prägungen immer wieder in alte Muster zurück, welche ich Stück für Stück auflöse und umwandle. Doch jetzt geht es erst einmal um Erziehung, klassische Erziehung und warum ich diese furchtbar finde.

Was ist mit klassischer Erziehung gemeint?

Jeder stellt sich unter klassischer Erziehung etwas anderes vor, daher werde ich mal definieren, was ich meine. Für mich ist klassische Erziehung vergleichbar mit der Hundeerziehung. Es gibt Lob und Strafen. Das Ziel ist die Disziplin und der Gehorsam. Viele werden sagen „ja, aber nicht nur! Es geht doch auch um die Werte!“ Ich vertrete die Ansicht, dass die Werte nur durch Vorleben auch wirklich angenommen werden können.

Klar, ich kann meinem Kind vorbeten, dass es immer Danke und Bitte sagen muss. Aber wenn wir ganz ehrlich zu uns selbst sind, dann ist unser Bitte und Danke ein automatischer Reflex und selten wirklich ehrlich so empfunden. Natürlich wünsche ich mir, dass mein Kind den Schmerz sieht, den er anderen zufügt und sich entschuldigt. Doch ich gehe einen Schritt weiter und hoffe, dass er sich aus tiefstem Herzen entschuldigt und nicht weil „man das ja so macht.“ Ich denke ihr habt jetzt eine bessere Vorstellung davon, was ich unter klassischer Erziehung meine und warum ich sage, ich gehe einen anderen Weg mit meinem Kind.

Was hat denn nun Emotionaler Missbrauch mit Erziehung zu tun?

Ich behaupte – alles! Die meisten klassischen Erziehungsmethoden sind emotionaler Missbrauch. Beispiele gefällig?

„Wenn du jetzt nicht sofort mitkommst, dann gehe ich ohne dich!“ – Einschüchterung, emotionale Erpressung, Aufmerksamkeitsentzug/Liebesentzug, Strafandrohung, emotionale Vernachlässigung

„Boah, du nervst!“ – Geringschätzung, den anderen als „Blitzableiter“ benutzen, emotionale Vernachlässigung

„Am liebsten würde ich dir eine scheuern.“ –
Einschüchterung, emotionale Erpressung, Aufmerksamkeitsentzug/Liebesentzug, Strafandrohung, emotionale Vernachlässigung

„Stell dich nicht so an. Ein Indianer kennt keinen Schmerz!“ – Geringschätzung

„Warst du das? Wenn ich draufkomme, dass du XY gemacht hast, dann setzt es was!“ – Einschüchterung, Strafandrohung, Verhör mit Strafandrohung

„Ich bin gerade so enttäuscht von dir, ich will dich nicht mehr sehen. Geh auf dein Zimmer.“ – Manipulation, Rollenumkehrung, Aufmerksamkeitsentzug/Liebesentzug, Verweigerung der Kommunikation, emotionale Vernachlässigung

Ich denke ihr habt einen ganz guten Überblick bekommen, was ich meine. All diese Sätze gehen uns so leicht von den Lippen und vermutlich haben die meisten diese Sätze auch selbst gehört. Wenn ich daran denke, was das mit mir gemacht hat und ich mir dann vorstelle, dass ich diese Sätze meinem Kind entgegenbringe … Nein danke! Ich weiß, was all diese Sätze anrichten können, denn ich habe sie alle schon gehört und noch viele mehr.

Was mache ich stattdessen?

Das kommt auf die Situation an. Ich versuche aktiv nicht mein Kind zu „bewerten“ sondern die Situation. Wenn sein Verhalten gerade anstrengend ist, dann sage ich ihm auch genau das. „Ich habe dich ganz doll lieb, aber dein Verhalten geht mir gerade ziemlich auf den Keks.“ oder auch nur ganz kurz „Boah, das nervt.“ Wenn ich doch mal in alte Muster rutsche, dann entschuldige ich mich direkt und erkläre mich. Ich erkläre, dass ich automatisch reagiert habe, dass ich mein Kind über alles liebe und er perfekt ist wie er ist. Immer wenn ich daran denke, sage ich meinem Kind wie großartig er ist und wie sehr ich ihn liebe. Klar, ich bin nicht perfekt und auch mein Kind wird irgendwann einen „Schaden“ davontragen. Doch ich versuche den Schaden gering zu halten und durch die Arbeit an mir selbst die automatischen Reaktionen zu verringern oder sogar zu eliminieren.

Das war – im Verhältnis zur Menge an Informationen die es darüber gibt – nur ein kurzer Blogpost, der zum Nachdenken anregen soll. Ich wünsche mir, dass wir alle beginnen unsere automatischen Reaktionen zu hinterfragen. Mir hilft es enorm mich zu fragen „was wäre, wenn ich an seiner Stelle wäre? Wie würde ich mich fühlen?“ Diese Fragen helfen mir zu mir zu finden. Zu der Art wie ich meinem Kind begegnen will. Ich muss jeden Tag aufs Neue an mir arbeiten und das ist nicht leicht, aber es lohnt sich.

Solltest du mit der Frage immer noch keine Antwort finden, dann stell dir doch vor, dass dich jemand so behandeln würde. Dein Partner, dein Chef, deine Familie. Ich bin mir ziemlich sicher, dass du mit dieser Person ein ernstes Wörtchen reden würdest, oder? Unsere Kinder können das aber noch nicht. Sie sind auf uns angewiesen und wir sind ihre Vorbilder. Ja, alles was wir jetzt tun, wirkt sich auf unsere Kinder aus. Nicht nur seelisch, nein auch auf ihr zukünftiges Verhalten. Wir sind ihre Vorbilder und von uns lernen sie gesellschaftlich adäquates Verhalten. Dafür lohnt es sich doch, zu reflektieren und an sich zu arbeiten, findet ihr nicht?

Ich wünsche mir eine Zukunft in der unsere Kinder selbstbewusste, liebevolle und großartige Menschen werden. Lasst uns den Weg dafür ebnen, indem wir unsere Kinder mit Liebe statt Missbrauch aufwachsen lassen. Ich hoffe, dass auch ihr euren Weg findet.

Wenn das Kind keine Windel mehr will – Trocken werden

Huhu,

heute möchte ich euch einen kleinen Einblick in unser Familienleben geben. Unser Wirbelwind ist ja ein sehr willensstarkes Kerlchen. Ganz ehrlich – das finde ich großartig! Ich liebe es, seinen starken Willen zu sehen. Er weiß was er will, kommuniziert es und handelt dann auch danach. Das ist eine Eigenschaft die so vielen Erwachsenen fehlt! Ich hoffe wirklich, dass er seinen Willen behält. Aber das war ja eigentlich nicht das Thema. Unser Kleiner hat beschlossen – Windeln sind doof, wickeln ist doof und er will jetzt keine Windel mehr. Nun standen wir also vor dem großen Thema – Trocken werden.

Angefangen hat das Ganze vor ca. einem Monat. Aus dem schnellen und recht entspannten Wickeln wurde mal wieder ein Kampf. Ich war ein wenig irritiert, aber dachte es wäre vielleicht eine Phase. Ich habe also wieder viel erklärt, abgelenkt und meine Wickelzeit erneut unterboten. Gäbe es einen Schnellwickel-Wettbewerb – ich hätte wirklich gute Chancen. Gebracht hat das Ganze aber nichts. Das Wickeln war weiterhin mehr Kampf als alles andere und ich überlegte hin und her, was ich nun machen soll.

Die Stimme in meinem Kopf, die für althergebrachte Erziehung ist, sagte „er muss da jetzt durch und Ende“. Die zweite Stimme in meinem Kopf, die die Würde von meinem Kind unangetastet lassen will, sagte „so geht’s nicht mehr weiter, red mal mit deinem Kind“. Ich hab auf Stimme Nummer 2 gehört und hab mal nachgehakt. Schmerzen hatte er keine, Ausschlag war auch nicht vorhanden. Auf die Frage „Magst du keine Windeln mehr?“ sagte er plötzlich „Ja.“

So, ich saß da erstmal und schaute doof. Damit hatte ich nicht gerechnet. Wir hatten ein Töpfchen gekauft und das war anscheinend nicht gut genug, denn es wurde weitestgehend ignoriert. Klar, man hat sich mal drauf setzen lassen, aber von selbst auf dem Töpfchen sitzen bleiben und Pipi machen? Ne, das ist ja langweilig. Also musste eine andere Lösung her. Ab zu Google und mal nachsehen, was für Alternativen es gibt. Ich habe mich erinnert, dass meine kleine Schwester so eine bunte Leiter mit Aufsatz hatte. Kurze Zeit später hatte ich gefunden was ich gesucht habe. Eine Woche später konnte ich den Aufsatz mit Leiter abholen und zu Hause angekommen wurde das Ding direkt ausprobiert.

Anfangs gab es ein paar „Schwierigkeiten“. Da wurde auf den Boden gepinkelt, das Sitzen bleiben war doof und das Klopapier wurde lieber zerfetzt als es zum abwischen zu benutzen. Wir haben diesen Sitz nun seit Mittwoch Abend. Immer wenn wir daran denken, fragen wir ob unser Kleiner aufs Klo muss und setzen ihn aufs WC. Seit gestern kann er nun gezielt Pipi machen. Er forciert das richtig und man sieht ihm an wie stolz er ist, dass er nun Kontrolle über seine Blase hat. Auch das Abwischen kann er mittlerweile halbwegs – aber natürlich helfen wir ihm, damit sich nichts entzünden kann. Diese Woche wurde auch das große Geschäft schon auf dem WC erledigt.

Ich muss sagen, dass ich nicht damit gerechnet habe, dass wir jetzt „schon“ mit dem „Töpfchentraining“ beginnen werden. Nach einiger Recherche habe ich herausgefunden, dass die meisten erst ab 3 Jahren Kontrolle über ihre Blase haben. Es stört mich allerdings überhaupt nicht, denn dann ersparen wir uns das Windeln kaufen bzw waschen. Zum Üben haben wir übrigens Höschenwindeln gekauft. Die sind mega praktisch, weil man sie einfach hoch- bzw. runterziehen kann und durch die kürzere Ausziehzeit auch weniger daneben geht. Wir werden fleißig weiter aufs WC gehen und ich werde euch weiter über unsere Fortschritte informieren.

Ich hoffe sehr, dass euch diese Geschichte ein wenig Sicherheit gibt. An vielen Ecken und Enden habe ich schon gehört – vor allem in der Familie – dass das Kind mit 2 trocken sein muss. Ich solle doch endlich (!) mit dem Töpfchentraining anfangen. Das Kind muss so lange sitzen bleiben, bis es Pipi gemacht hat und dann erst darf das Kind unter viel Loben aufstehen. Das Thema verfolgt uns seit unser Kleiner ca. 6 Monate alt ist.

Ich weiß ja nicht wie es euch geht, aber der Gedanke an dieses Vorgehen bereitet mir Übelkeit. Ich soll mein Kind dazu zwingen sitzen zu bleiben, damit ich nicht mehr wickeln muss? Weil man das halt so macht? Nein danke! Klar, ich bin größer und stärker, aber muss ich mein Kind das wegen so etwas spüren lassen? Ich wünsche mir, dass mein Kind weiß, dass sein Körper nur ihm alleine gehört und auch nur er darüber bestimmen darf. Wenn er nein sagt, dann muss ich das akzeptieren. Genauso wie er mein nein akzeptiert. Auch, bzw gerade (!) Kinder haben Rechte und wir sollten sie beschützen. Ich hoffe, dass euer „Töpfchentraining“ auch so entspannt beginnt und ihr ebenfalls den gewaltfreien Weg zum Trocken werden wählt. Viel Erfolg.

Solltet ihr noch nicht beim Thema Trocken werden sein, könnt ihr ja mal einen Blick auf meinen Artikel zum Thema Stoffwindeln werfen.

Eure Freya

Tipp zum Thema Einschlafbegleitung

Huhu,

heute möchte ich euch mal einen Trick verraten, der bei uns seit ein paar Wochen ohne wenn und aber funktioniert. Unsere Einschlafbegleitung dauert oft 4 Stunden und damit schaffen wir es innerhalb einer halben Stunde! Das Schöne ist – diesen Trick kann jeder anwenden. Ich garantiere aber nicht, dass er bei jedem Kind funktioniert, denn jedes Kind ist unterschiedlich.

Wovon rede ich also? Unserem Buggy mit Polar-Fußsack. Unser Wirbelwind hat den Buggy eigentlich verabscheut. Jedes Mal wenn wir ihn hinein gesetzt haben, hat er gestrampelt, sich mit Händen und Füßen gewehrt und geschrien, als ob wir ihn umbringen wollten. Im November habe ich dann einen Fußsack bei Toys r‘ Us gekauft. Die ersten beiden Male wurde der Buggy immer noch verabscheut und urplötzlich, von einem Tag auf den anderen, setzte er sich freiwillig hinein. Nicht nur das, er forderte es auch aktiv ein. Wir waren ziemlich baff, aber einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul.

Also fuhren wir ihn ein wenig durch die Wohnung und siehe da – er schlief ein. Einfach so. Ohne Geschrei, Wutanfall, Winden oder sonstigem Kampf. Beim ersten Mal, dachten wir noch an Zufall, doch es klappte immer und immer wieder. Sobald unser Wirbelwind die ersten Müdigkeitsanzeichen zeigte, packte einer von uns ihn in den Buggy – mit Fußsack! – und fuhren ihn durch die Wohnung. Die
Einschlafbegleitung dauert ca 10 bis 30 Minuten maximal, dann schläft er ein. Mittlerweile schließt er den Fußsack auch selbst.

Ich muss euch wohl kaum sagen, wie erleichternd das ist. Endlich, nach fast 2 Jahren haben wir eine Methode gefunden, mit wir die
Einschlafbegleitung erleichtern können. Ohne Kampf, einfach so. Ich vermute einfach mal, dass dieser kuschelige Fleece Stoff, die Enge und die Wärme dazu beitragen, dass er sich wohl fühlt und das Fahren tut dann sein Übriges. Einfach großartig! Der einzige Nachteil – es wird schnell heiß. Daher mache ich den Fußsack auf, sobald er schläft und schnalle ihn an. Wenn er tief schläft, stelle ich die Lehne noch ein wenig herunter und so verbringt er seinen Mittagsschlaf und ich kann den Haushalt erledigen, einen Blogbeitrag schreiben, backen oder endlich weiter an der Ikea Spielküche basteln.

Habt ihr auch einen Schlechtschläfer oder Mittagsschlafverweigerer zu Hause? Dann probiert doch diesen Trick mal aus. Wenn eure Kleinen den Buggy oder Kinderwagen nicht mögen, besorgt einen super kuscheligen Fußsack und versucht es nochmal. Wie gesagt – es ist keine Garantie, aber vielleicht ein neuer Ansatz, der euch auch helfen könnte.

Eure Freya

Tabuthema Familienbett

Huhu,

selten gehen die Geister so auseinander – oder sich so sehr an die Gurgel – wie bei dem Thema Schlaf. Dabei ist es doch eigentlich so einfach und so schön. Ich will euch heute mal meine bzw. unsere Gründe für das Familienbett aufzeigen.

Nähe

Der erste Punkt ist Nähe. Freuen wir uns nicht alle darüber, wenn jemand neben uns im Bett liegt? Jemand an den wir uns ankuscheln können, der uns wärmt wenn uns kalt ist und der uns Halt gibt, wenn wir unruhig sind? Wieso verlangen wir von unseren Kindern eigentlich, dass sie von Anfang an alleine schlafen sollen? Gerade Kinder leben von Nähe, Wärme, Geborgenheit, Zuwendung und Liebe. Genau darum würde ich mein Kind jederzeit wieder zu mir ins Bett holen. Für mich war das Familienbett einfach eine logische Ergänzung. Tagsüber bekommt mein Kind all die Nähe die er braucht und nachts ebenso. Ich halte ihn im Arm bis er schläft und auch nachts liegt meist eine Hand auf ihm. Er weiß, wir sind da und wenn ich mal nicht neben ihm liegen sollte, weiß er mittlerweile auch wo er mich finden kann. Das bringt mich gleich zum nächsten Punkt.

Sicherheit

Wir haben ein Bett an unser Bett geschoben. Mein Verlobter liegt meist halb in beiden Betten, unser Kleiner liegt zu 80% zwischen uns. Unser Bett ist groß genug für uns 3 und es ist fast unmöglich, dass er aus dem Bett fallen kann. Bewegt unser Wirbelwind sich in der Nacht in Richtung Bettende, wache ich durch meinen leichten Schlaf innerhalb kürzester Zeit auf. Auch Bettdecken sind keine Gefahr, denn unser Kleiner hasst sie abgrundtief. Jede Decke wird sofort weggestrampelt – auch im Schlaf. Da wir beide auch keine Substanzen nehmen, die unseren Schlaf vertiefen, besteht auch keine Gefahr, dass wir uns auf unser Kind rollen.

Faulheit

Ja, das ist auch ein wichtiger Punkt. Ich stille immer noch und jede Nacht bis zu 5x aufstehen ist mir zu anstrengend. In diesem Punkt bin ich einfach faul, dazu stehe ich auch. Ich liebe es, mein Kind in den Schlaf stillen zu können ohne dabei aufstehen zu müssen und es ist großartig, dass ich auch selbst dabei einfach wieder einschlafen kann.

Warum ist das Familienbett so verschrien?

Ich denke, das hat sehr viel damit zu tun, dass wir uns schwer von alten Gewohnheiten trennen können. In jeder Standard Erstausstattungsliste wird ein Gitterbett aufgeführt. Wir denken vor der Geburt auch nicht wirklich darüber nach, ob das jetzt wirklich Sinn macht und ob wir das wollen. Auch ich habe ein Gitterbett besorgt und monatelang versucht, mein Kind dort schlafen zu legen. Bis ich mir endlich eingestanden habe, dass weder mein Kind noch ich davon profitieren und es auch erlaubt ist, sein Kind im eigenen Bett schlafen zu lassen. Kaum hatte ich mir diese Möglichkeit vor Augen geführt, war ich viel entspannter.

Klar, mein Umfeld hält mich für vollkommen irre und ich kann mir immer wieder anhören, dass ich ja sowieso an allen „Problemen“ schuld bin, die mein Kind haben oder bekommen könnte , doch ganz ehrlich – es ist mir egal. Mein Kind ist sehr anhänglich und macht nur selten etwas ohne mich. Warum sollte er alleine schlafen? Wir Erwachsenen haben oft Probleme einzuschlafen, warum sollte es unseren Kindern anders gehen? Und warum zur Hölle muss ich mein nicht mal 2 jähriges Kind dazu trainieren? Nein, für mich macht das einfach keinen Sinn.

Darum gibt es bei uns das Familienbett und wenn er mal alleine schlafen will, dann darf er das gerne tun. Aber erst dann, wenn er es von sich aus möchte. Ich möchte mein Kind in seinem eigenen Tempo groß werden lassen – ohne Zwang.

Bitte nicht falsch verstehen. Ich weiß, viele Kinder schlafen problemlos im eigenen Bett und im eigenen Zimmer. Einige Kinder brauchen diese Ruhe zum schlafen. Das ist großartig, keine Frage! Ich freue mich für jeden Elternteil, der seine Nachtruhe so früh wie möglich ungestört halten kann. Doch was mich so extrem annervt bei der Schlafdiskussion ist, dass einige pauschal das Familienbett verurteilen, als unsicher abstempeln, die Eltern als unfähig betiteln und dann auch noch sagen „selbst schuld“. Ganz ehrlich – welches Elternteil freut sich darüber, dass das Kind nicht alleine einschläft und stundenlang in den Schlaf begleitet werden muss? Kein Elternteil macht so etwas absichtlich und entscheidet sich bewusst dafür. Es gibt so viele verschiedene Menschen und so viele unterschiedliche Möglichkeiten in den Schlaf zu finden. Vielleicht haben diese Eltern noch nicht alles probiert – macht doch einfach Vorschläge, statt ihnen einen Vorwurf zu machen.

Ich hoffe so sehr, dass das Familienbett irgendwann zu einer tolerierten Praxis wird. Nicht jede Familie muss sich dafür entscheiden, doch es wäre toll, wenn man nicht dafür verurteilt wird.

Zu unseren Schlafproblemen und unserer Entscheidung für das Familienbett hatte ich ja bereits hier schon etwas geschrieben.

Wie ist eure Schlafsituation? Brauchen eure Kleinen noch viel Nähe oder schlafen sie schon alleine (ein)?

Eure Freya

Grünes Licht für Baby Nummer 2

Baby

Huhu,

gestern habe ich großartige Neuigkeiten erhalten. Wir haben das offizielle Go von meinem Frauenarzt, dass wir wieder versuchen dürfen schwanger zu werden!

Die Blutungen nach meiner Fehlgeburt dauerten sehr lange an. Erst kurz vor Silvester hörten diese endlich auf. Einen Tag darauf spürte ich ein Ziehen im Unterleib und wusste, meine Periode setzt bald ein. Also schob ich die Untersuchung noch ein wenig vor mir her. Da aber einige Personen in meiner Umgebung immer wieder nachfragten, konnte ich mich nun endlich doch dazu aufraffen die Untersuchung durchführen zu lassen.

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich ein wenig Angst davor hatte. Es stand immer noch im Raum, dass ich eventuell eine Ausschabung machen lassen muss. Dafür wäre ich dann 3 Tage lang im Krankenhaus. So lange war ich allerdings noch nie weg und ich bezweifle stark, dass mein Kleiner 3 Tage ohne stillen aushalten würde. Zu meinem Glück, hätte mein Gynäkologe sowieso von einer Ausschabung abgeraten. Im Krankenhaus hieß es ja, das wäre eigentlich die einzige Lösung.

Laut meinem Gynäkologen dürfen wir also nun endlich wieder versuchen schwanger zu werden. Das heißt ab sofort wird wieder Folsäure gekauft und wir werden fleißig üben 😉 Ich hoffe ja, dass es nicht allzu lange dauern wird, doch mir wurde gesagt, dass es erst dann klappen wird, wenn mein Körper wirklich wieder dazu bereit ist. Mal sehen wie lange das dauern wird. Drückt uns bitte die Daumen, dass es bald klappt und es dieses Mal keinen Unfall geben wird! In der Zwischenzeit werde ich wohl noch ein wenig ausmisten, damit wir für Baby Nummer 2 auch genug Platz haben. Ein paar Dinge werden wir vorher auch noch besorgen, damit wir unseren Kleinen darauf vorbereiten können ein großer Bruder zu werden. Ich bin auf jeden Fall furchtbar erleichtert und guter Dinge. Baby Nummer 2 kann kommen 😉

Eure Freya

Zwischen Beziehung und Dressur

Huhu,

heute möchte ich einfach nur meine Gedanken mit euch teilen. Ich habe bereits einige Male darüber geschrieben, dass ich in Sachen Erziehung viele Dinge anders mache als ursprünglich von mir angenommen. Ich dachte früher, ich würde mein Kind so erziehen, wie man mich erzogen hat. Mein Kind sollte Respekt lernen, gehorchen und die richtigen Werte übernehmen. Und dann kam unser Kleiner auf die Welt und alles hatte sich geändert. Ich merkte, dass es für mich unmöglich war, ihn so zu behandeln, wie man mich behandelt hatte. Wie sollte ich dieses unschuldige Wesen einfach schreien lassen? Warum sollte ich dafür sorgen, dass er ab einem von mir festgelegten Zeitpunkt Brei isst, obwohl er ihn ganz eindeutig verabscheut? Ich machte mir viele Gedanken darüber und stellte fest, dass ich mein Kind nicht so erziehen wollte. Ich wollte eine echte Beziehung zu meinem Kind und keine allmächtige Position, der sich mein Sohn beugen muss.

Ich fand den Begriff Attachment Parenting und begriff nach einiger Recherche, dass ich in einigen Fällen schon so handelte, wie auf vielen Blogs beschrieben. Irgendwann landete ich dann bei dem Begriff „Unerzogen“. Ursprünglich schüttelte ich den Kopf, verwarf jeden Gedanken daran und machte weiter wie zuvor. Nachdem mich der Begriff aber plötzlich dauernd und von überall her ansprang, recherchierte ich doch ein wenig. Ich war immer noch nicht überzeugt doch irgendetwas ließ mich nicht mehr los. Der Satz Beziehung statt Erziehung klang einleuchtend.

Der Gedanke, dass Erziehung Gewalt ist war mir auch schon gekommen. Niemand wird gerne erpresst, angeschrien oder manipuliert. Bei unseren Kindern sind diese Mittel jedoch Gang und Gäbe – warum? Wenn ich mich mit anderen über das Thema unterhielt, wurde ich für verrückt erklärt. Wieder so eine unsinnige Idee von mir, welche nicht umsetzbar ist. Allein der Gedanke daran, dass Erziehung falsch sein könnte war für 90% meiner Gesprächspartner vollkommen abwegig. Eine Beziehung hat man doch auch mit Erziehung. Was sollte man denn sonst tun? Das Kind kann ja nicht machen was es will! Wo kämen wir denn da hin?Ja wohin eigentlich? Wo wollen wir denn hin? Wünschen wir uns nicht alle eine Zukunft in der Erwachsene sich großzügig und selbstbewusst verhalten? Wollen wir nicht alle, dass unsere Kinder glücklich sind? Wie soll das gehen, wenn wir unsere Kinder dressieren wie Hunde? Welcher Platz bleibt für die Beziehung zu unserem Kind, wenn wir uns verhalten wie Diktatoren? Wir geben Befehle und erwarten, dass unsere Kinder gehorchen – Willkommen in der Hundedressur!

Nein danke. Und wie kommen wir nun zu einem anderen Weg? Wie schaffen wir es, unsere Kinder wie Menschen zu behandeln? Sie so zu behandeln, wie sie es verdient haben? Gute Frage. Ehrlich gesagt arbeite ich noch daran. Auch ich schreie manchmal. Oft habe ich den Drang, ihm einfach etwas wegzunehmen oder ihn wegzutragen. Jedes Mal aufs Neue muss ich mich daran erinnern, dass ich das nicht tun will. Ich arbeite daran meine Gefühle wieder zu spüren. Zu spüren, was ich brauche und was mir gut tut. Ich lerne endlich Nein zu sagen und auch mal zwei Meinungen nebeneinander stehen zu lassen. All das ist schwer und oft gibt es Rückschläge. Doch wenn ich mir vor Augen halte, wie viel besser es unseren Kindern in Zukunft gehen könnte, ist diese Arbeit einfach.

Wir können die Zukunft heute mitgestalten. Wir sind dafür verantwortlich, wie wir mit unseren Kindern umgehen und welche Werte wir ihnen vermitteln. Entscheiden wir uns dazu unsere Kinder ernst zu nehmen und neue Lösungen zu finden. Vielleicht kann man ja in der Badewanne Zähne putzen. Eventuell ist das Gitterbett der ideale Ort um neben Mama zu turnen und zu spielen, während sie schnell den Haushalt erledigt. Es gibt so viel mehr Lösungen, wenn wir aufhören Befehle zu geben und Gehorsam erwarten. Wir haben Kinder, keine Erwachsenen und diese Kinder sind nicht dazu verpflichtet uns zu gefallen. Wir sind dazu verpflichtet für sie da zu sein. Wir müssen dafür sorgen, dass sie eine schöne Kindheit haben.

Das bedeutet nicht, dass wir nie Nein sagen dürfen, ständig über unsere Grenzen gehen und unseren Kindern alles abnehmen. Im Gegenteil! Es bedeutet einfach, dass wir unsere Kinder als Menschen sehen und beginnen mit ihnen zu arbeiten. Ich arbeite mit meinem Kind an Lösungen, die für uns beide tragbar sind. Wenn er beschließt, dass Steckdosen großartig sind und man eine Gabel hineinsteckt, setze auch ich meine „Macht“ ein und nehme ihn weg. Ganz klar! Aber ich werde ihn nicht daran hindern mit einem Becher Wasser in eine Schüssel zu füllen, weil es mir gerade nicht passt. Das ist es, was ich euch mitgeben möchte. Arbeitet an euch – nicht euren Kindern. Denn die Beziehung zu euren Kindern ist eure Aufgabe.

Eure Freya

Bericht über meine Fehlgeburt

Teddy

Huhu,

in letzter Zeit war es sehr still hier am Blog. Ich war durch eine Fehlgeburt leider nicht dazu in der Lage einen Beitrag zu verfassen. Mitte September haben wir festgestellt, dass wir schwanger sind. Im Oktober hatten wir einen Unfall und erhielten die Nachricht, dass etwas vielleicht nicht in Ordnung ist und letzte Woche haben wir unser Baby dann verloren. Ich möchte meine Erfahrung mit euch teilen, denn als ich auf der Suche nach Antworten war, habe ich fast keine gefunden. Meine Hoffnung ist, dass ich Frauen und Paaren in der selben Situation ein paar Antworten geben kann, die sie sonst vielleicht (noch) nicht finden können.

Der kleine Unfall

Wir waren mit unserem Kind in einem Einkaufszentrum. Dort gab es Rolltreppen für Rollstuhlfahrer und unser kleiner Rabauke hat jede Gelegenheit genutzt um damit zu fahren. Da wir den Kinderwagen mit hatten, bin ich nur ein kleines Stück hinter ihm gefahren. Am Ende der Rolltreppe blieb er jedoch stehen. Um zu verhindern, dass ich ihn mit dem Kinderwagen umfahre, habe ich rechts gegen die Bande gelenkt und nur Sekunden später habe ich den Kinderwagen in den Bauch bekommen. Ich hatte ziemliche Schmerzen im Unterleib und machte mir furchtbare Sorgen. Panisch lief ich aufs Klo um nachzusehen ob ich blutete – nichts. Ich war ein wenig beruhigter, doch die Schmerzen hörten nicht auf. Also setzte ich mich hin und wartete ab. Nach ungefähr 20 Minuten waren die Schmerzen verschwunden und ich hoffte das Beste. Wir überlegten ins Krankenhaus zu fahren, doch ich hatte die Woche darauf sowieso einen Termin bei meiner Frauenärztin, daher warteten wir einfach ab.

Unsensible Frauenärztin

Die Woche darauf ging ich also mit meiner Mutter und meinem Kleinen zur Frauenärztin. Wir warteten über eine Stunde – trotz Termin – und wurden recht genervt empfangen. Unser Kleiner war natürlich nicht mehr gewillt zu warten und anscheinend war meine Gynäkologin nicht sonderlich begeistert von seiner Anwesenheit. Als ich auf dem Stuhl saß, verging vielleicht eine Minute, dann kam die Diagnose „das Baby ist zu klein. Vermutlich ist es schon tot.“ Ich war vollkommen entgeistert. Die Ärztin hatte nicht eine Sekunde lang ruhig gehalten und man konnte auf dem Ultraschall nicht einmal die Fruchthöhle oder den Dottersack wirklich sehen, aber angeblich wusste sie, dass mein Kind tot war? Ich zog mich an und nahm die Überweisung ins Krankenhaus. Mein Kind war bereits wieder am quengeln und ich wollte nur mehr raus aus der Praxis. Einen erneuten Termin wollte sie auch nicht mehr ausmachen.

Gefühlswirrwarr

Es war, als hätte man mir den Boden unter den Füßen weggerissen. Wir haben uns so sehr auf unser zweites Kind gefreut und nun sollte das Ganze schon vorbei sein? Obwohl die Ärztin auch die Woche nicht genau sagen konnte? Im Mutter-Kind-Pass standen interessanterweise, auch ganz andere Dinge, als sie mir gesagt hatte. Am 9.10. war ich gerade in der 5. SSW und nun 2 Wochen später schon in der 9. SSW? Ich wurde direkt nach der Übergabe der Überweisung mit den Worten „Ich gebe Ihnen den Mutter-Kind-Pass trotzdem mit“ verabschiedet, soll aber über Gymnastik aufgeklärt worden sein? Ehrlich gesagt fühlte ich mich veräppelt, war wütend und traurig. Ich glaubte der Ärztin nicht und beschloss, sie nie wieder aufzusuchen.

Auf ins Krankenhaus

Der nächste Tag war ein Feiertag, doch da es hieß, ich solle gleich am nächsten Tag ins Krankenhaus, fuhr ich hin. Nur um wieder nach Hause geschickt zu werden. Ich hatte keinerlei Beschwerden, daher solle ich am Montag wiederkommen. Gut, ab nach Hause und weiter bangen. Montag Vormittag war ich erneut im Krankenhaus und wartete fast 3 Stunden darauf, dass man mich endlich untersuchte. Als ich endlich in den Behandlungsraum „durfte“, war mir eiskalt. Ich zitterte und hoffte, dass die andere Ärztin sich geirrt hatte. Die Gynäkologin im Krankenhaus nahm sich Zeit und sah sich alles genau an. Sie meinte es könnte sein, dass mein Kind noch lebt und ich solle doch in 7-10 Tagen erneut kommen. Je später desto besser, denn dann sollte man auf jeden Fall bereits einen Herzschlag sehen können. Ich befand mich laut ihrer Rechnung gerade erst in der 6. SSW. Ich klammerte mich an diesen kleinen Hoffnungsschimmer und wartete brav 10 Tage ab.

Ihr Kind ist tot …

Am 8.10. fuhr ich erneut ins Krankenhaus. Ich wartete erneut fast 3 Stunden und hoffte wirklich, dass alles in Ordnung war. In der Zwischenzeit war meine Schwangerschaftsübelkeit vollkommen verschwunden, ein schlechtes Zeichen. Endlich ging die Tür auf und ich wurde untersucht. Auch dieses Mal dauerte die Untersuchung einige Minuten, damit nichts übersehen wurde. „Es tut mir furchtbar leid, Ihr Kind ist tot.“ Das war der schlimmste Moment für mich. Ich hatte mich bisher an die Hoffnung klammern können, dass es vielleicht nur zu klein war um bereits einen Herzschlag zu haben. Dass mein Baby sich vielleicht nur hinter dem Dottersack versteckt hatte. Stundenlang habe ich Google befragt und Geschichten über falsch festgestellte und wirkliche Fehlgeburten gelesen. Ich kannte die Symptome und beobachtete meinen Körper und jedes Anzeichen argwöhnisch. Doch in dem Moment war meine Hoffnung verschwunden, ich hatte es bereits geahnt und nun war es offiziell. Ich zog mich an und setzte mich dann neben die Ärztin. Sie erklärte mir, dass das leider „normal“ sei. Ungefähr ein Drittel der Schwangerschaften endeten mit einer Fehlgeburt.

Ausschabung oder nicht?

Sie überfiel mich sofort damit, dass es für mich nur 2 Möglichkeiten gäbe. Dann korrigierte sie sich und meinte, es wäre eigentlich nur eine. Die Ärztin fragte mich, wann ich Zeit hätte um die Ausschabung vornehmen zu lassen und ich machte wie in Trance einen Termin für die nächste Woche aus. Anschließend gab man mir eine Mappe mit wichtigen Informationen und schickte mich direkt zur Anästhesie-Anmeldung. Ich schrieb allen, die von der Untersuchung wussten. Dann brach ich im Gang zusammen. Ich weinte eine Zeit lang, dann ging ich weiter. Immerhin musste ich ja noch einige Formulare unterschreiben. Bei der Anmeldung zur Anästhesie wartete ich erneut eine halbe Stunde. Ich füllte die notwendigen Fragebögen aus, wurde aufgerufen und dann durfte ich nach Hause. Endlich zu Hause angekommen, dämmerte mir langsam, dass ich mein Kind wirklich und wahrhaftig verloren hatte. Kaum war ich durch die Türe gekommen, musste ich erneut weinen. Zusätzlich zu dem Verlust meines Babys kam noch der Stress der bevorstehenden Operation. Eigentlich wollte ich diese nicht durchführen lassen. Nicht nur, dass ich meinen Körper damit komplett umging und ihm die notwendige Arbeit abnahm, dass Kind selbst zu gebären. Nein, ich müsste dafür auch meinen Wirbelwind 3 Tage lang alleine lassen. Ich überlegte lange hin und her und beschloss, dass ich noch warten würde. Als der Tag der Anmeldung im Spital kam, hatte ich Fieber, also musste die Operation so oder so verschoben werden. Morgens rief ich auf der gynäkologischen Station an, wurde 3x hin und her geleitet, bis die Dame am anderen Ende der Leitung schlussendlich einfach meinen Namen aufschrieb. Ich wartete noch eine ganze Woche und dann setzten die Wehen ein.

Die Fehlgeburt

Am 20.11. setzten um kurz vor Mitternacht die Wehen ein. Kurz zuvor hatte ich mich noch per Whatsapp mit jemandem unterhalten und im nächsten Moment lief ich schon auf die Toilette. Insgesamt verbrachte ich 4 Stunden dort. Ich kann definitiv nicht empfehlen die Fehlgeburt auf der Toilette durchzustehen – nach einiger Zeit weiß man nicht mehr, wie man sitzen soll. Mein Verlobter kümmerte sich in der Zwischenzeit großartig um unseren Kleinen und ich war froh, dass ich gewartet hatte. Ich will nichts beschönigen – es war blutig und es war genauso anstrengend wie eine normale Geburt. Doch ich hatte die Woche zuvor immer wieder mit mir gerungen und mir Vorwürfe gemacht. Nach der Fehlgeburt konnte ich jedoch endlich wirklich abschließen und fühlte mich fast befreit. Die ersten Wehen waren recht leicht, nach kurzer Zeit jedoch merkte ich, wie die Presswehen begannen. In den ersten 3 Stunden konnte ich mich kaum bewegen, weil ich innerhalb weniger Sekunden eine komplette Binde durch geblutet hätte. Mein Verlobter brachte mir mein Handy und gegen Ende hin einen Sitzhocker, damit ich mich zwischendurch beschäftigen bzw ablenken und abstützen konnte. Als die Wehen weniger wurden, wagte ich es nach draußen um mir eine Decke zu holen. Außerdem holte ich mir etwas zu trinken und aß ein wenig Schokolade. Ich merkte, dass mein Kreislauf durch die Anstrengung schon sehr im Keller war, genauso wie bei meiner letzten Geburt. Lange hatte ich jedoch nicht Zeit, denn die Wehen begannen erneut und ich merkte, wie ich wieder begann stärker zu bluten. Als ich gegen 4:30 endlich davon überzeugt war, dass das Schlimmste vorbei war, ging ich direkt unter die Dusche und ins Bett.

Die Zeit danach

Entgegen meines Wissens sagte ich unser geplantes Thanksgiving-Essen jedoch nicht ab. Ich würde jeder Frau empfehlen sich die ersten Tage hinzulegen und auszuruhen. Ich hätte diese Zeit dringend gebraucht. Stattdessen stand ich stundenlang in der Küche. Andererseits hat der Abend mir auch gut getan, da ich mich von den Nachwehen ablenken konnte. Ab dem 23.11. verbrachte ich ungefähr eine halbe Woche fast nur sitzend oder liegend. Diese Zeit war sehr wohltuend. Ich konnte mich regenerieren und dadurch waren die Nachwehen erträglich. Bisher war ich noch nicht im Krankenhaus zur Nachkontrolle, doch langsam aber sicher lassen die Blutungen nach. Die Nachwehen haben nur sehr kurz angedauert und waren bereits nach 1 1/2 Wochen komplett verschwunden. Die Blutungen sind seit letztem Wochenende weniger geworden und werden vermutlich in den nächsten Tagen komplett abklingen. Auch nach der Fehlgeburt hatte ich immer wieder Phasen in denen ich blutige Klumpen in meiner Binde fand, doch diese wurden auch immer weniger. Ich hoffe nun einfach sehr, dass bei der Nachkontrolle alles in Ordnung ist und ich mich nicht doch noch einer Operation unterziehen muss. Sobald wir das Okay aus dem Krankenhaus haben, werden wir es wieder probieren.

Hoffnung

Als ich auf der Suche nach Antworten war, gab es viele widersprüchliche Informationen und teilweise wurde einfach nur gesagt „geh zur Ausschabung und bring es hinter dich“. Die Entscheidung ob man auf die natürliche Fehlgeburt warten will oder nicht, sollte jede Frau selbst treffen können. Doch dafür benötigt man umfassende Informationen, die man leider von vielen Ärzten nicht bekommt. Ich wünsche jeder Frau in dieser Situation den Mut und die Kraft, die Aussagen der Ärzte erneut zu hinterfragen und nicht auf Aussagen wie „es gibt eigentlich nur eine Möglichkeit“ hereinzufallen. Zur Not kann man auch mehrere Ärzte hinzuziehen um wirklich sicher zu sein. Lasst euch nicht unterkriegen und geht den Weg, der sich für euch richtig anfühlt. Es ist egal ob euer Arzt/eure Ärztin euch versteht – niemand steckt in eurer Haut und weiß besser, welchen Weg ihr wählen solltet. Keiner kann beurteilen, womit ihr besser abschließen könnt. Ich hoffe einfach, dass mein Beitrag einigen dabei helfen kann, eine Entscheidung zu treffen.

Eure Freya

Hilfe, mein Kind isst nur noch XYZ/will XYZ nicht mehr essen!

Essendes Kind

 

Huhu,

heute schreibe ich über ein weiteres Herzensthema von mir – Essen! Wir alle (müssen) essen und am Besten sollte die Nahrung auch gesund sein. Als ich schwanger wurde, war Ernährung plötzlich ein riesen Thema und ich hatte furchtbare Panik etwas „falsches“ zu essen. Das wurde nicht besser als unser Kleiner dann endlich da war. Auch in der Stillzeit sollte man sich ja auch ausgewogen ernähren, das Kind isst ja schließlich mit! Und dann noch die Beikost-Zeit. Welcher Brei kommt zuerst? Brauchen wir unbedingt Fleisch für die Eisenzufuhr? Darf unser Kind denn Zucker oder Salz in größeren Mengen essen? Und wie sieht das mit scharfen Speisen aus?

Puh, ganz schön viele Sorgen und Fragen, die einen so überrollen. Hat man dann endlich alle Antworten, kommt das Kind in die Autonomiephase. Plötzlich wird das Essen zum Kampf. Was vorher geliebt wurde, wird plötzlich verschmäht. Manches wird nicht mal mehr gekostet. Und nun? Ich persönlich tendiere dann zu der Aussage – nichts.

Wie jetzt?

Ich kann doch mein Kind nicht 5 Tage lang Nudeln essen lassen? Doch! Natürlich kannst du das! Unsere Kinder sind wahnsinnig kompetent und wissen ganz genau, was ihnen gut tut und vor allem – was nicht. Wenn dein Kind also 5 Tage lang nur Nudeln essen will und das kunstvoll angerichtete Gemüse verschmäht – was soll’s? Wenn wir ganz ehrlich sind, haben auch wir Phasen in denen wir etwas Bestimmtes dauernd essen (wollen). Vielleicht essen wir es in verschiedenen Varianten und vielleicht zwingen wir uns auch dazu etwas anderes zu essen, doch im Endeffekt bleibt der „Guster“ auf diese bestimmte Sache bestehen.

Würdet ihr eurem Partner verbieten das zu essen was er will, nur weil etwas anderes gesünder ist? Vermutlich nicht. Ja klar, euer Partner ist älter als euer Kind, doch hat er deswegen mehr Recht auf eine eigene Meinung? Ich persönlich finde nicht. Ich weiß wie es ist, wenn einem etwas aufgezwungen wird und wie furchtbar es ist mit Essen bestraft zu werden. Daher würde ich das niemals jemandem antun – vor allem nicht meinem Kind. Das heißt nicht, dass ich meinem Kind nichts Neues anbiete, doch ich werde ihm nichts aufzwingen. Selbst wenn das bedeutet, dass ich zwei Gerichte kochen muss, damit er etwas isst. Diese Phasen gehen auch wieder vorbei.

Erst vor Kurzem hatte unser Wirbelwind eine Phase, in der er von allen Gerichten nur Nudeln gegessen hat. Der Rest blieb einfach stehen oder landete auf dem Boden. Diese Phase ging gut 2 Wochen. Trotz allem hat er jeden Tag das komplette Essen bekommen. Er hat auch durchaus einmal gekostet, doch hat er trotzdem weiterhin fast nur Nudeln gegessen. Ich habe es einfach hingenommen, ihm immer wieder andere Dinge zusätzlich angeboten und darauf geachtet, dass er genug isst und trinkt. Nach diesen 2 Wochen aß er dann plötzlich auch das Gemüse – ohne Kampf. Es war als hätte es diese Phase nie gegeben.

Und was mache ich, wenn mein Kind gerne etwas „Ungesundes“ essen will und ich ihm das unbedingt abgewöhnen will? Auch hier wieder – nichts! Unser Kleiner zum Beispiel liebt Soletti über alles. Wenn wir einkaufen gehen und er eine Packung Soletti sieht, wandert sie sofort in den Einkaufswagen. Er liebt Soletti einfach. Klar sind sie ungesund und wirklich begeistert bin ich von seiner Vorliebe nicht, aber ich würde es ihm deswegen nicht austreiben wollen. Wenn er krank ist oder Zahnweh hat, dann isst er sehr wenig und ich freue mich, dass wir Soletti zu Hause haben. Denn die isst er auch bei Fieber und Schmerzen. Es ist mir lieber, wenn er seinen Hunger mit Soletti stillt, als dass er nichts isst.

Wir sollten einfach aufhören alles kontrollieren zu wollen. Klar will ich meinem Kind eine ausgewogene Ernährung mitgeben und das ist auch gut und richtig so! Ich biete ihm Obst und Gemüse an, genauso wie Fisch, Fleisch und Beilagen. Wenn er sich jedoch weigert den Fisch zu essen und ich ihn dazu zwinge, diesen trotzdem zu essen – was gebe ich ihm denn dann mit? Definitiv kein gutes Verhältnis zum Essen. Also ist mein Tipp einfach – durchatmen und akzeptieren. Ihr könnt es nicht ändern, ihr könnt euer Kind nur zwingen und das ist definitiv nicht der beste Weg.

Eure Freya

Familienplanung 2.0

Huhu,

in letzter Zeit treibt mich wieder das Thema Familienplanung um. Wir wollen auf jeden Fall noch ein zweites Kind. Meine „Sorge“ ist jedoch der Zeitpunkt, zu dem wir dieses Kind bekommen. Momentan sind wir eigentlich voll ausgelastet und ich bin mir nicht sicher, ob wir für ein zweites Kind wirklich genug Zeit hätten.

Mein Verlobter arbeitet Vollzeit und in letzter Zeit waren es statt 40 oftmals 60 Stunden die Woche. Zusätzlich arbeitet er wann immer es ihm möglich ist, an seiner Selbstständigkeit. Da dies jedoch ein recht großes und umfangreiches Projekt mit viel Programmier- und Grafik-Aufwand ist, wird sich das Ganze wohl noch ein wenig hinziehen.

Den Haushalt und unseren Sonnenschein schmeiße großteils ich. Klar, mein Verlobter ist für das Geschirr zuständig, kehrt zwischendurch immer mal wieder die Wohnung und macht fleißig die Windeln wenn er zu Hause ist, doch der Rest ist meine Aufgabe.

Dazu kommt dann noch mein Blog und die Tatsache, dass ich versuche unser „Zeug“ zu vermindern. Wir sind nun mittlerweile recht oft umgezogen und werden wohl auch nicht für immer in dieser Wohnung bleiben, daher versuche ich, alles auszumisten, was wir wirklich nicht (mehr) benötigen. Wir haben sicher schon 20 Umzugskartons ausgemistet, aber da wir beide ziemliche „Spiele-Nerds“ sind, kommt immer wieder etwas Neues hinzu. Meistens ist es Spielzeug für unseren Kleinen *lach*

Ein weiterer Punkt ist das Essen. Wir essen gerne und probieren auch gerne neue Dinge aus. In meiner Kindheit gab es oft eine Woche lang jeden Abend das selbe. Aus Zeitgründen. Das ist etwas, was ich nie niemals jemals wieder möchte. Klar, wenn was über bleibt, gibt es das schon auch ein zweites oder vielleicht sogar drittes Mal. Doch an sich lege ich sehr viel Wert darauf, dass wir ausgewogen und gesund essen. Das heißt wenig bis gar keine Fertigprodukte, viel Obst und Gemüse und wenig Zucker. An sich möchte ich gerne irgendwann bei zuckerfrei landen. Mal sehen ob ich das schaffe.

Unser Sonnenschein darf in dieser Aufzählung natürlich auch nicht fehlen! Auch wenn viele Eltern meinen, das Kind „laufe so nebenbei mit“ ist das eigentlich nicht unbedingt meine Einstellung zur Elternschaft. Auch wenn ich in vielen Dingen recht faul bin, versuche ich unseren Alltag doch so zu gestalten, dass unser Kleiner ausgelastet ist.

Trotz – oder gerade wegen – unseres vollen Alltags, fühlen wir uns nun bereit für Kind Nummer 2. Ich bin gespannt, wann ich euch von meiner Schwangerschaft berichten kann. Meine erste Schwangerschaft war ja eigentlich nicht geplant und war auch nicht sonderlich entspannt. Dieses Mal möchte ich alles ein wenig anders angehen, aber dazu gibt es mehr, wenn ich wirklich schwanger bin 😉

Eure Freya

« Ältere Beiträge

© 2019 Freyas Tales

Theme von Anders NorénHoch ↑

%d Bloggern gefällt das: