Monat: Februar 2019

Wenn das Kind keine Windel mehr will – Trocken werden

Huhu,

heute möchte ich euch einen kleinen Einblick in unser Familienleben geben. Unser Wirbelwind ist ja ein sehr willensstarkes Kerlchen. Ganz ehrlich – das finde ich großartig! Ich liebe es, seinen starken Willen zu sehen. Er weiß was er will, kommuniziert es und handelt dann auch danach. Das ist eine Eigenschaft die so vielen Erwachsenen fehlt! Ich hoffe wirklich, dass er seinen Willen behält. Aber das war ja eigentlich nicht das Thema. Unser Kleiner hat beschlossen – Windeln sind doof, wickeln ist doof und er will jetzt keine Windel mehr. Nun standen wir also vor dem großen Thema – Trocken werden.

Angefangen hat das Ganze vor ca. einem Monat. Aus dem schnellen und recht entspannten Wickeln wurde mal wieder ein Kampf. Ich war ein wenig irritiert, aber dachte es wäre vielleicht eine Phase. Ich habe also wieder viel erklärt, abgelenkt und meine Wickelzeit erneut unterboten. Gäbe es einen Schnellwickel-Wettbewerb – ich hätte wirklich gute Chancen. Gebracht hat das Ganze aber nichts. Das Wickeln war weiterhin mehr Kampf als alles andere und ich überlegte hin und her, was ich nun machen soll.

Die Stimme in meinem Kopf, die für althergebrachte Erziehung ist, sagte „er muss da jetzt durch und Ende“. Die zweite Stimme in meinem Kopf, die die Würde von meinem Kind unangetastet lassen will, sagte „so geht’s nicht mehr weiter, red mal mit deinem Kind“. Ich hab auf Stimme Nummer 2 gehört und hab mal nachgehakt. Schmerzen hatte er keine, Ausschlag war auch nicht vorhanden. Auf die Frage „Magst du keine Windeln mehr?“ sagte er plötzlich „Ja.“

So, ich saß da erstmal und schaute doof. Damit hatte ich nicht gerechnet. Wir hatten ein Töpfchen gekauft und das war anscheinend nicht gut genug, denn es wurde weitestgehend ignoriert. Klar, man hat sich mal drauf setzen lassen, aber von selbst auf dem Töpfchen sitzen bleiben und Pipi machen? Ne, das ist ja langweilig. Also musste eine andere Lösung her. Ab zu Google und mal nachsehen, was für Alternativen es gibt. Ich habe mich erinnert, dass meine kleine Schwester so eine bunte Leiter mit Aufsatz hatte. Kurze Zeit später hatte ich gefunden was ich gesucht habe. Eine Woche später konnte ich den Aufsatz mit Leiter abholen und zu Hause angekommen wurde das Ding direkt ausprobiert.

Anfangs gab es ein paar „Schwierigkeiten“. Da wurde auf den Boden gepinkelt, das Sitzen bleiben war doof und das Klopapier wurde lieber zerfetzt als es zum abwischen zu benutzen. Wir haben diesen Sitz nun seit Mittwoch Abend. Immer wenn wir daran denken, fragen wir ob unser Kleiner aufs Klo muss und setzen ihn aufs WC. Seit gestern kann er nun gezielt Pipi machen. Er forciert das richtig und man sieht ihm an wie stolz er ist, dass er nun Kontrolle über seine Blase hat. Auch das Abwischen kann er mittlerweile halbwegs – aber natürlich helfen wir ihm, damit sich nichts entzünden kann. Diese Woche wurde auch das große Geschäft schon auf dem WC erledigt.

Ich muss sagen, dass ich nicht damit gerechnet habe, dass wir jetzt „schon“ mit dem „Töpfchentraining“ beginnen werden. Nach einiger Recherche habe ich herausgefunden, dass die meisten erst ab 3 Jahren Kontrolle über ihre Blase haben. Es stört mich allerdings überhaupt nicht, denn dann ersparen wir uns das Windeln kaufen bzw waschen. Zum Üben haben wir übrigens Höschenwindeln gekauft. Die sind mega praktisch, weil man sie einfach hoch- bzw. runterziehen kann und durch die kürzere Ausziehzeit auch weniger daneben geht. Wir werden fleißig weiter aufs WC gehen und ich werde euch weiter über unsere Fortschritte informieren.

Ich hoffe sehr, dass euch diese Geschichte ein wenig Sicherheit gibt. An vielen Ecken und Enden habe ich schon gehört – vor allem in der Familie – dass das Kind mit 2 trocken sein muss. Ich solle doch endlich (!) mit dem Töpfchentraining anfangen. Das Kind muss so lange sitzen bleiben, bis es Pipi gemacht hat und dann erst darf das Kind unter viel Loben aufstehen. Das Thema verfolgt uns seit unser Kleiner ca. 6 Monate alt ist.

Ich weiß ja nicht wie es euch geht, aber der Gedanke an dieses Vorgehen bereitet mir Übelkeit. Ich soll mein Kind dazu zwingen sitzen zu bleiben, damit ich nicht mehr wickeln muss? Weil man das halt so macht? Nein danke! Klar, ich bin größer und stärker, aber muss ich mein Kind das wegen so etwas spüren lassen? Ich wünsche mir, dass mein Kind weiß, dass sein Körper nur ihm alleine gehört und auch nur er darüber bestimmen darf. Wenn er nein sagt, dann muss ich das akzeptieren. Genauso wie er mein nein akzeptiert. Auch, bzw gerade (!) Kinder haben Rechte und wir sollten sie beschützen. Ich hoffe, dass euer „Töpfchentraining“ auch so entspannt beginnt und ihr ebenfalls den gewaltfreien Weg zum Trocken werden wählt. Viel Erfolg.

Solltet ihr noch nicht beim Thema Trocken werden sein, könnt ihr ja mal einen Blick auf meinen Artikel zum Thema Stoffwindeln werfen.

Eure Freya

Gurkengemüse

Huhu,

es war ja jetzt eine Weile ruhig hier bei mir. Ich hatte irgendwie recht viel mit mir und meiner Selbstfindung zu tun. In der Zwischenzeit habe ich natürlich brav weiter Rezepte gesammelt. Also heute gibt es ein Rezept für ein super leckeres Gurkengemüse.

Zutaten:

  • 2 Gurken
  • Salz
  • Pfeffer
  • 250 ml Rahm
  • Dille

Zubereitung:

  • Gurken schälen und würfelig schneiden.
  • Gurken mit ganz wenig Öl in eine Pfanne geben.
  • Salzen, pfeffern und ein paar Minuten vor sich hin dünsten lassen.
  • Mit Rahm aufgießen.
  • Mit Dille würzen und fertig.

Bei uns gab es Knacker mit Gurkengemüse. Unser Kleiner hat zugeschlagen als gäbe es kein Morgen mehr. Nach wenigen Minuten mussten wir den Teller direkt noch einmal nachfüllen und auch Portion 2 wurde fleißig verdrückt. Geht einfach und schnell und schmeckt super lecker. Wer will kann statt dem Rahm auch Schlagobers oder Creme fraiche benutzen. Ich bin eher der Fan von Rahmgemüse, darum hab ich einfach mein Rezept abgeschrieben. Ihr könnt natürlich alles abwandeln wie ihr wollt =)

Ihr steht eher auf Zucchini? Kein Problem, dann versucht doch mal die Zucchinicremesuppe.

Eure Freya

Lieblings-Rezept: Apfel-Mandelkuchen

Huhu,

heute komme ich endlich mal dazu, unser allerliebstes Apfelkuchen-Rezept mit euch zu teilen. Der Apfel-Mandelkuchen ist super fluffig. Wenn wir den Kuchen backen, ist meist nach 2 – allerspätestens 3 – Tagen alles weg! Unser Wirbelwind ist sowieso ein Apfelliebhaber, daher ist es kein Wunder, dass er locker ein 3/4 Stück alleine verdrückt.

Zutaten:

  • 180 g Butter
  • 140 g Kristallzucker
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 3 Eier
  • 100 g gemahlene Mandeln
  • 150 g Mehl
  • 1 gestrichener TL Backpulver
  • 5 EL Milch
  • 2 kleine Äpfel
  • Staubzucker zum Bestreuen

Zubereitung:

  • Butter, Zucker und Vanilleextrakt ca. 8 Minuten cremig rühren.
  • Eier einzeln unterrühren.
  • Mandeln unterrühren.
  • Mehl und Backpulver mischen und abwechselnd mit der Milch unterrühren.
  • Eine Springform (22 cm) mit Backpapier auslegen.
  • Teig einfüllen und glatt streichen.
  • Äpfel waschen, vierteln, entkernen und in dünne Spalten schneiden.
  • Apfelscheiben fächerförmig auf den Teig legen.
  • Im vorgeheizten Backrohr (175°C Ober- und Unterhitze/150° C Umluft/ Gas Stufe 2) 35-40 Minuten backen.
  • Herausnehmen, ca 15 Minuten abkühlen lassen.
  • Anschließend aus der Form holen, fertig auskühlen lassen und eventuell mit Puderzucker bestreuen.

Gefunden habe ich das Rezept hier. Ein kleiner Tipp – wenn ihr sehr saftige Äpfel habt, dauert der Kuchen an die 10 Minuten länger. Ich schaue meist nach 10 Minuten in den Ofen und wenn sich dann viel Flüssigkeit gebildet hat, dann gebe ich noch 10 Minuten zur Backzeit dazu. Aber ich bin mir sicher, dass ihr alle brav die Stäbchenprobe macht und den Tipp nicht braucht.

Wenn ihr mehr auf Creme und Donauwelle steht, dann könnt ihr ja die Bananen-Donauwelle ausprobieren.

Eure Freya

Bananen-Donauwelle

Huhu,

heute gibt es von mir – endlich – das Rezept für die Bananen-Donauwelle. Ich bin ja nicht soooo der Fan von Donauwelle, aber mein Verlobter fand sie gut. Also habe ich mich mal an das Rezept gewagt. Ich fand sie jetzt nicht schlecht, aber mein Verlobter fand die Bananen störend. Unser Kleiner hat direkt ein halbes Stück auf einen Sitz zusammen gegessen. Wie ihr seht ist das Geschmackssache 😉

Zutaten:

Boden:

  • 5 Eier
  • 125 g Kristallzucker
  • 125 g glattes Mehl
  • 25 g Speisestärke

Creme:

  • 1 Pckg. Vanillepudding
  • 1/2 l Milch
  • 40 g Zucker

Belag:

  • Marmelade
  • ca 5 Bananen

Glasur:

  • 2 Blatt Gelatine
  • 60 ml Wasser
  • 50 ml Schlagobers
  • 60 g Kristallzucker
  • 110 g dunkle Kuvertüre
  • 25 g Kakao
  • 10 g Kokosfett

Zubereitung:

  • Rohr auf 180° C vorheizen.
  • Backblech mit Backpapier belegen und eine Rahmenform darauf stellen (26x19cm)
  • Eier trennen.
  • Dotter mit 50g Zucker schaumig rühren.
  • Eiklar mit den restlichen 75g Zucker zu Schnee schlagen.
  • Schnee unter die Dottermasse heben.
  • Mehl und Stärke sieben und unterrühren.
  • Masse in der Form verstreichen und auf der mittleren Schiene ca 20 Minuten hell backen.
  • Herausnehmen und auskühlen lassen.
  • Für die Creme den Pudding nach Packungsanweisung kochen.
  • Creme auskühlen lassen.
  • Boden mit Marmelade bestreichen
  • Bananen schälen, längs halbieren und auf den Boden legen.
  • Creme darauf verstreichen.
  • In den Kühlschrank stellen und über Nacht ziehen lassen.
  • Für die Glasur Gelatine nach Packungsanweisung einweichen.
  • Wasser, Schlagobers und Zucker aufkochen.
  • Kuvertüre, Kakao und Kokosfett in eine Schüssel geben.
  • Schlagobersflüssigkeit darüber gießen und ein paar Minuten ziehen lassen (bis die Kuvertüre vollständig geschmolzen ist!)
  • Glasur glatt rühren.
  • Gelatine ausdrücken und darin auflösen.
  • Donauwelle mit der Glasur bestreichen und kalt stellen.

Ein kleiner Tipp – der Biskuitboden ist fertig gebacken, wenn ihr ihn mit den Fingern leicht andrückt und der Abdruck danach verschwindet. Man kann statt einer Rahmenform auch eine Springform in Größe 26-18 nutzen. Wer möchte kann statt Puddingpulver auch eine Creme Patissier anrühren – ich war ein wenig faul und außerdem gelingt sie mir nur selten. Da will ich vorher noch ein wenig üben 😉 Achja, fast hätte ich es vergessen! Normalerweise nimmt man Marillenmarmelade, ich habe jedoch keine zu Hause, weil ich keine Marillen vertrage, also habe ich Ribiselmarmelade verwendet. Die hat finde ich auch recht gut gepasst! So, nun wünsche ich euch viel Spaß beim backen.

Wenn ihr lieber ein Rezept mit Germteig macht, dann werdet ihr hier fündig.

Eure Freya

Kistl-Rezept: Rindsschnitzel gedünstet in Wurzelwerk-Sauce

Huhu,

und erneut habe ich ein Kistl-Rezept für euch. Es schmeckt gut, aber man braucht definitiv gutes und zartes Fleisch hierfür. Unser Wirbelwind und mein Verlobter fanden das Essen auch gut, da wir allerdings nicht so auf Rindfleisch stehen, wird es das Essen nicht so oft bei uns geben 😉

Zutaten:

  • 800 g Rindsschnitzel
  • 1 Zwiebel
  • 3-4 Karotten
  • 1/2 Sellerie
  • 1 Pastinake
  • 1 EL Zucker
  • Salz
  • Pfeffer
  • scharfer Senf
  • Mehl
  • 1/8 l Rotwein
  • 1/2 l Rindssuppe
  • Öl
  • 1 EL Preiselbeermarmelade

Zubereitung:

  • Zwiebel fein hacken
  • Gemüse schälen und in kleine Würfel schneiden.
  • Rindsschnitzel klopfen auf beiden Seiten mit Salz und Pfeffer würzen.
  • Die Schnitzel auf einer Seite mit Senf bestreichen und die andere Seite in Mehl tauchen.
  • Öl in einer Pfanne erhitzen.
  • Rindsschnitzel auf beiden Seiten anbraten und in eine feuerfeste Auflaufform legen.
  • Bratenrückstand mit Suppe und Rotwein aufgißen, rühren bis sich der Satz löst und kurz aufkochen.
  • Sauce über die Schnitzel gießen.
  • Bei 180° C eine Stunde – oder auch länger – im Rohr dünsten.
  • Bei Bedarf Flüssigkeit nachgießen.
  • In der Zwischenzeit die Zwiebel in der Pfanne anrösten, Zucker dazugeben und karamellisieren lassen.
  • Das Gemüse zugeben, kurz mitrösten und mit Wasser bzw. Gemüsebrühe aufgießen.
  • Darauf achten, dass das Gemüse bedeckt ist und weich dünsten.
  • Das Gemüse abkühlen lassen, pürieren und würzen.
  • Rindsschnitzel aus der Sauce heben.
  • Braten- und Gemüsesauce mischen, mit Preiselbeer-Marmelade verfeinern.
  • Rindsschnitzel einlegen, nochmal kurz erwärmen und anschließend servieren.

Gefunden habe ich das Rezept hier. Als Beilage gab es bei uns Reis. Die Rindsschnitzel haben wie gesagt gut geschmeckt, aber wir werden es wohl eher selten nachkochen. Vielleicht ist es ja mehr euer Geschmack 😉

Wenn ihr nach einem Rezept mit Fisch sucht, ist das vielleicht interessanter für euch.

Eure Freya

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