Hähnchen-Gyros mit Paprikatopfen

Huhu,

heute teile ich ein Rezept mit euch, dass wir nicht gaaaaanz so gut fanden. Eine Freundin hat das Rezept für Hähnchen-Gyros monatelang in den Himmel gepriesen und daher dachte ich, ich teste es doch einmal aus. Leider waren wir nicht ganz so begeistert, aber vielleicht trifft es euren Geschmack ein wenig besser.

Gefunden habe ich das Rezept hier.

Zutaten:

  • 250 g Magertopfen
  • 300 g Joghurt
  • 1 rote Paprikaschote
  • 400 g Hähnchenfilet
  • 2 TL Gyros-Gewürzmischung
  • 2 mittelgroße Zwiebeln
  • 1/2 Bund Lauchzwiebeln
  • 3 TL Öl

Zubereitung:

  • Topfen und Joghurt verrühren.
  • Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  • Paprika fein würfeln und unterrühren.
  • Fleisch in Streifen schneiden.
  • Mit Öl und Gyrosgewürz mischen.
  • Zwiebeln und Lauchzwiebeln fein schneiden.
  • Fleisch in der Pfanne ohne zusätzliches Fett unter Wenden 4-5 Minuten kräftig braten.
  • Zwiebeln und Lauchzwiebeln kurz mit braten.
  • Mit Pfeffer und evtl. etwas Salz abschmecken.
  • Mit dem Topfen anrichten und dazu Pommes oder Kartoffelecken servieren.

Eure Freya

Die Sache mit der Liebe, der Nähe und der Einsamkeit

Huhu,

vor Kurzem hatte ich ein Gespräch mit jemandem, bei dem es um eine ziemlich schwierige Frage ging. Ich will nicht auf die Einzelheiten eingehen, aber es ging um die Liebe, richtige Entscheidungen und den Wunsch nach Nähe und Geborgenheit.

Lange habe ich über diese Frage nachgedacht und bin auf keinen grünen Zweig gekommen. Ich kenne die Situation genau – vermutlich zu genau – um objektiv zu sein. Daher habe ich mich einem anderen Aspekt der Frage gewidmet. Wenn man jahrelang eine Partnerschaft hat und sich trennt, dann ist das ein entscheidender Einschnitt. Ich würde sogar so weit gehen zu sagen, dass die Welt – wie man sie kennt – zusammenbricht. Abends liegt man alleine im Bett und sehnt sich nach Nähe und Geborgenheit. Es ist ein wenig wie ein Entzug, nur eben emotional.

Jeder Mensch sehnt sich nach der Liebe, aber wenn wir ehrlich zu uns selbst sind, dann haben wir doch Angst davor. Wenn wir wirklich lieben, dann macht uns das verletzlich. Wir öffnen uns und können im Vorhinein nicht wissen, ob diese Beziehung halten wird. Jede Beziehung hat Höhen und Tiefen, wir alle entwickeln uns weiter. Was, wenn der Mensch an unserer Seite sich jedoch in eine gänzlich andere Richtung entwickelt? Wie sollen wir das vorher ahnen? Lassen wir uns auf jemanden ein, dann ist das immer mit einem Risiko verbunden. Manches Mal lohnt es sich und einige Male wird es nach hinten losgehen. Natürlich wünschen wir uns, dass die erste Beziehung bis zum Lebensende hält und dass diese eine Person ihre oder seine Träume mit uns teilt. Doch wenn wir unser ganzes Leben auf die oder den Richtige/n warten, wer kann uns versichern, dass wir diese Person nicht verpassen?

Andererseits, wenn wir unser Leben mit jemandem verbringen, von dem wir wissen, dass er uns nicht gut tut – wer sagt uns, dass wir dann die Chance auf die „eine große wahre Liebe“ nicht verpassen? Die Frage ist nicht leicht zu beantworten und im Endeffekt muss jeder für sich selbst entscheiden. Es gibt keinen „richtigen“ Weg. Der eine Mensch ist glücklich, wenn die Liebe alles-verzehrend und allumfassend ist. Wenn die Leidenschaft niemals aufhört und regelmäßig die Fetzen fliegen. Der andere sucht nach einer ruhigen und stabilen Beziehung in der er sich sicher und geborgen fühlt. Wieder jemand anderer weiß nicht, was er will und muss durch viele Anläufe erst herausfinden was er nicht will.

Egal wie wir uns entscheiden, jeder Mensch hat das Recht auf Liebe und auf seinen eigenen Weg. Was wir allerdings alle bedenken sollten ist, welche Risiken wir dafür in Kauf nehmen und ob wir jemanden wirklich lieben oder uns nur nach Nähe sehnen um nicht einsam zu sein.

Eure Freya

Ein schönes „Kompliment“

Huhu,

heute habe ich ein schönes „Kompliment“ bekommen. „Kompliment“ deswegen, weil es streng genommen keines war und irgendwie aber doch.

Beginnen wir am Anfang. Im April 2016 sind mein Lebensgefährte und ich zusammen gekommen. Zu dem Zeitpunkt gab es für ihn nichts besseres als Tiefkühlpizza. Ich liebte es zu kochen und mein Lebensgefährte liebte es, nur mal eben schnell den Backofen aufdrehen zu müssen um zu „kochen“.

Ihr könnt euch bestimmt vorstellen, wie die Antwort auf die Frage „Schatz, was willst du essen?“ anfangs aussah. Schritt für Schritt habe ich es geschafft, die Fertigprodukte so gut es geht aus unserem Leben zu verbannen.

Heute hatte unser kleiner Sonnenschein jedoch wieder einmal eine Impfung und er hat nicht wirklich gut darauf reagiert. Er bekam einige Stunden später sehr schnell recht hohes Fieber und begann zu brüllen. Vollkommen erschöpft schlief er nach einiger Zeit endlich ein, doch dummerweise war ich mit dem Kinderwagen unterwegs und er lag in meinen Armen. Sobald ich ihn bewegte, fing er im Schlaf an bitterlich zu weinen. Dank einigen sehr netten Menschen kamen wir zu Hause an und er schlief endlich ein. Ich war jedoch vollkommen erledigt und beschloss – heute gibt es Tiefkühlpizza.

Mein Lebensgefährte besorgte sich seine Lieblingspizza und nach einigen Bissen sah er mich an und sagte „Ich bin schon zu lange mit dir zusammen.“ Er biss noch einmal ab und meinte dann „die Pizza schmeckt nicht mehr. Das war einmal meine Lieblingspizza.“

Okay, ich gebe offen zu – es war nicht das Kompliment, dass ihm am besten gelungen ist bisher, aber definitiv eines derjenigen über die ich mich am meisten gefreut habe!

Wenn mir das nächste Mal jemand etwas seltsames sagt, werde ich also einfach einmal abwarten, was danach kommt. Vielleicht erhalte ich dann erneut ein unerwartetes „Kompliment“.

Eure Freya