Monat: Juni 2017

Lass ihn ruhig schreien

Huhu,

diesen Satz hört wohl jede Mutter mindestens einmal in ihrem Leben. „Lass ihn ruhig schreien“ hat öfter auch Nachsätze wie „meinen Kindern hat es auch nicht geschadet“, „du bist zu überfürsorglich“ oder auch „das stärkt die Lungen“.

Sofort macht sich in der betroffenen Mutter eine Urangst breit. Mache ich etwas falsch? Bin ich wirklich zu überfürsorglich? Sollte ich ihn öfter schreien lassen? Verwöhne ich mein Kind zu sehr?

Die Antwort lautet in diesem Fall immer und ganz klar – Nein!!! Es ist nicht gesund sein Kind schreien zu lassen. Es gibt heutzutage genügend Studien die belegen, dass Babys nicht aus Boshaftigkeit schreien, sondern aus einem dringenden Bedürfnis heraus, welches befriedigt werden möchte und auch sollte.

Dein Baby schreit? Dann hat es vielleicht Hunger, Schmerzen oder braucht gerade Nähe. Diese Bedürfnisse sind nicht nur für Babys wichtig – Erwachsene haben sie auch. Babys können ihre Bedürfnisse nur durch Schreien äußern, doch das macht sie nicht unwichtiger oder gar bösartiger.

Bei vielen Erwachsenen bekommt man manchmal das Gefühl, dass sie meinen, die Babys würden nur schreien um sie zu ärgern. „Er schreit heute schon den ganzen Tag, er kann nicht schon wieder etwas brauchen.“ Doch, natürlich. Vielleicht hat das Baby gerade eine Phase, in der es sich weiterentwickelt und daher noch mehr Nähe braucht als sonst. Möglicherweise geht es ihm aber auch gerade einfach nicht gut oder er hat sich erschreckt.

Ich denke, wir müssen anfangen Parallelen zu ziehen – zwischen uns und unseren Kindern. Wenn wir Hunger haben, dann wollen wir auch nicht ewig warten, bis wir etwas essen können oder dürfen. Brauchen wir Nähe, so sind wir froh, wenn wir jemanden haben, mit dem wir reden können und der uns vielleicht sogar in den Arm nimmt.

Sind diese Bedürfnisse dazu da um jemanden zu ärgern? Nein, natürlich nicht. Sie sind dazu da uns zu beschützen und um uns beschützt zu fühlen. So geht es auch unseren Babys. Kein Baby schreit, weil es Spaß daran hat. Sie brauchen uns. Schreien ist ihre einzige Möglichkeit sich uns mitzuteilen.

Wenn wir nach jemandem rufen und der andere reagiert nicht, wie fühlen wir uns dann? Genau – schlecht. Wir fühlen uns ignoriert und im schlimmsten Fall sogar zurückgewiesen, unwichtig oder ungeliebt. Irgendwann hören wir auf zu rufen. Ist es bei unseren Kindern und Babys erst einmal so weit, dann nicht, weil sie denken „Oh, Mama oder Papa haben gerade keine Zeit, ich warte jetzt“, sondern weil sie Angst haben. Sie denken, sie sind alleine und müssen still sein, damit keine wilden Tiere sie fressen. Unsere Kinder wissen nicht, dass unsere Wohnungen und Häuser sicher sind. Sie fühlen sich nur dann sicher, wenn jemand bei ihnen ist und ich sehe es als meine Pflicht an, meinem Sohn diese Sicherheit zu geben.

Die Wissenschaft hat so viele Fortschritte gemacht und trotz allem halten sich einige Ammenmärchen und „Weisheiten“ bis in die heutige Zeit. Die Aussage „es schadet nicht, wenn er auch mal schreit“ ist leider falsch. Nein, wenn das Kind zwischendurch 1-2 Minuten schreit, weil man gerade unter der Dusche oder am Klo ist, dann ist das natürlich nicht schädlich. Es geht mir um das ständige lange anhaltende Schreien lassen. Vor allem die älteren Generationen haben ihre Kinder zwischendurch schreien lassen, bis diese eingeschlafen sind. Ich möchte hier keine böse Absicht unterstellen oder behaupten, dass alle dies so gemacht hätten – nichts läge mir ferner. Doch Kinder die sich in den Schlaf schreien „müssen“, tragen laut heutigen Erkenntnissen leider sehr wohl Schäden davon und ich möchte hier mit diesem Ammenmärchen aufräumen.

Sollte also nächstes Mal jemand zu mir sagen, dass ich überfürsorglich sei, kann ich dies mit ruhigem Gewissen verneinen und mich darum kümmern, dass mein Kind alles bekommt was es braucht. Ich hoffe sehr, dass auch ihr euch nicht verunsichern lasst. Ich bin mir sicher, ihr werdet euren Weg finden.

Eure Freya

Dienstagsübung Nummer 1

Huhu,

ich habe letztes Jahr einen Blog gefunden, der mich interessiert hat und im dazugehörigen Forum gibt es etwas namens „Dienstagsübung“. Hier wird eine Aufgabe mit Rahmenbedingungen gestellt und wer sich daran versuchen möchte, kann diese Übungen anschließend ins Forum stellen. Ich dachte, ich teile die (recht schlechten) Übungen mit euch. Kritik finde ich immer gut 😉

Hier der Link zur Übung

Eva stand vor dem Spiegel und trug ihren roten Lippenstift auf. Gleich kommt er vorbei, oh Gott, habe ich wirklich alles aufgeräumt? Ist der Sekt im Kühlschrank? Ob ihm mein Outfit gefallen wird? Sie betrachtete sich erneut im Spiegel – sie trug ein hautenges kurzes schwarzes Kleid und schwarze Stöckelschuhe. Ihr braunes Haar hatte sie halb hochgesteckt und zwei Strähnen hingen gekonnt auf jeder Seite ihres Gesichtes herab. Ihre Wimpern wirkten durch den schwarzen Mascara lang und dicht. Ihre vollen Lippen wurden durch den roten Lippenstift betont und durch das Rouge wirkten ihre Wangen, als ob sie dauerhaft leicht errötet wäre. Sie machte einen letzten Rundgang durch die Wohnung und warf einen Blick in den Kühlschrank. Alles war perfekt. Ein Blick auf die Uhr verriet ihr, dass er bereits 5 Minuten zu spät war. Ihre Nervosität stieg und sie warf einen Blick durch den Türspion. Nein, auch vor der Tür war niemand. Ihr Handy klingelte und informierte sie darüber, dass sie eine neue Nachricht hatte.

„Hi Süße, es tut mir unendlich leid, doch ich muss unseren gemeinsamen Abend leider verschieben. Ich muss heute länger arbeiten und es wäre schade, wenn du auf mich warten müsstest. Mach dir einen schönen Abend, ich melde mich morgen bei dir. Ich liebe dich.“

Tränen stiegen ihr in die Augen. Unglaublich, er hatte es schon wieder getan! Das war bereits das zweite Mal in Folge, dass er sie versetzt hatte. Und nun? Sie hatte sich geschminkt und hübsch angezogen, es wäre eine Verschwendung, wenn sie nun einfach ins Bett gehen würde. Also nahm sie ihre Handtasche, kramte ihren Schlüssel heraus und ging in das Partyviertel der Stadt. Aus reiner Gewohnheit ging Eva in Sebastians Lieblingslokal. Sie setzte sich an die Bar und es dauerte keine fünf Minuten, bis sie angesprochen wurde. Innerlich machte sie sich bereit, dem Mann einen Laufpass zu geben, doch irgendetwas hielt sie davon ab. Sie lächelte den Mann an und ließ sich ein paar Cocktails spendieren. Die Unterhaltung lief wunderbar und schon bald merkte Eva, dass sie genau das brauchte. Einen Abend mit einer Person mit der sie einfach nur reden konnte. Der Mann wollte aufbrechen und fragte sie, ob er sie nach Hause bringen durfte. „Es tut mir wirklich leid, aber ich würde gerne noch ein wenig hier bleiben. Ich brauche heute einen angenehmen Abend mit ein wenig Ablenkung. Doch keine Ablenkung der Art, die du mir gerade angeboten hast. Eine nette Unterhaltung ist das, was ich momentan suche.“ Der Mann war sichtlich geknickt, doch Eva war nicht der Typ Frau, der wegen zwei Absagen fremd ging. Er liebt mich und ich liebe ihn. Das ist nur eine kurzfristige Phase .. hoffe ich. Also blieb sie wo sie war und trank noch einige Cocktails.

Je später der Abend wurde, desto aufdringlicher und betrunkener wurden die Männer, also beschloss sie, dass es nun an der Zeit war, nach Hause zu gehen. Als sie gerade aufstand, meinte sie, Sebastian zu sehen. Das war zwar unmöglich, doch ihre Neugier überwiegte. Sie bewegte sich langsam in die Richtung in der sie ihn vermeintlich gesehen hatte. Was sie sah, war ihr Stammtisch. An diesem Stammtisch saß Sebastian mit einer anderen Frau und flirtete was das Zeug hält. Wie gebannt sah sie zu, als Sebastian sich zu dieser Frau beugte und sie küsste. Plötzlich war ihr alles klar. Sie ging auf die Beiden zu und wartete, bis der Kuss beendet war und Sebastian sie sah. Sein Blick sagte mehr als tausend Worte. „Ich kam hierher, weil ich nach deiner Absage ein wenig Ablenkung brauchte. Wie ich sehe, hast du wirklich viel Arbeit und kannst mir wohl auch nicht sagen, wann du Feierabend hast. Du musst dich morgen nicht melden. Am Besten meldest du dich gar nicht mehr.“ Eva drehte sich zu der Frau am Tisch um und sah ihr direkt in die Augen. „Ich weiß nicht, ob Sie wissen, dass er gerne zweigleisig fährt, wenn nicht – ich war bis gerade eben seine Freundin. Wenn es Sie nicht stört, dann wünsche ich Ihnen alles Glück der Welt. Falls doch – naja, Sie werden selbst am Besten wissen, was gut für Sie ist.“ Damit drehte sie sich um und verließ das Lokal. Auf dem Weg nach Hause wurde ihr klar, dass sie wieder allein war. Tränen liefen in Strömen über ihre Wangen, doch sie war froh. Froh, dass sie nicht Jahre an diesen Mann verschwendet hatte, der ihr nur Leid und Kummer gebracht hätte. Sie rang sich ein Lächeln ab, wischte sich die Tränen aus dem Gesicht und beschloss, sich nicht von einem scheinheiligen Idioten wie Sebastian die Laune verderben zu lassen.

Eure Freya

Das (leidige) Thema Schlaf

Huhu,

unser Sohn ist ja nun schon 10 Wochen alt und das Thema Schlaf ist und war bisher ein riesiges Thema. Die erste Nacht hat er ganz brav in seinem Bett geschlafen und zwar 8 Stunden am Stück. Dummerweise hatte er dann Blähungen, wodurch er nicht mehr ganz so lange geschlafen hat. Doch er schlief weiterhin ohne Probleme brav in seinem Bettchen.

Im Krankenhaus habe ich mir das Zimmer mit einer anderen Mama geteilt, die schon ein Kind hatte. Ein seeeeehr aufgewecktes Mädchen, welches das Bedürfnis hatte mit dem Kinderbett ihres Bruders durch die Gegend zu fahren. Ihr könnt euch bestimmt denken, wohin das geführt hat. Genau – sie ist prompt mehrmals mit dem Kinderbett gegen das Bett meines Kindes gefahren. Unser Kleiner lag recht gut in seinem Bettchen und ist auch nicht aufgewacht, also halb so schlimm – dachte ich.

In der Nacht hatte er erneut Blähungen und ich musste für 5 Minuten ins Bad – Zeit genug für meinen Kleinen, um aufzuwachen und zu schreien. Meine Zimmernachbarin ging dann zu seinem Bettchen und seit dieser Nacht schläft er nicht mehr alleine. Sobald er in sein Bettchen gelegt wird, fängt er an zu schreien und lässt sich durch nichts anderes beruhigen, als Mamas Arme.

Ich vermute mal, dass mein Fröschli unbewusst sehr wohl mitbekommen hat, dass etwas mit seinem Bett kollidiert ist. Als dann auch noch jemand Fremder vor seinem Bett stand, als er wegen der Blähungen geweint hat, muss er sich wohl so unsicher gefühlt haben, dass er ab dem Zeitpunkt das Bett als „schlechten Ort“ empfunden hat.

Ich muss dazu sagen – ich war bisher eher ein Gegner von Familienbetten und wollte meinen Sohn von Anfang an in seinem eigenen Bettchen schlafen lassen. Doch ganz egal wie oft ich ihn in sein Bett gelegt habe, er fing an zu weinen und steigerte sich in einen Heulkrampf, nach dem er nicht mehr richtig einschlafen wollte. Also haben mein Lebensgefährte und ich den Kleinen bisher jede Nacht in unserem Bett gehabt. In seiner Wippe hat er jedoch bereits stundenlang geschlafen – natürlich nur unter Beobachtung.

Ich habe immer wieder – erfolglos – versucht, unser kleines Fröschli in eines seiner Gitterbetten zu legen und heute hat es, wie durch ein Wunder, zum ersten Mal kein Geschrei gegeben. Er hat bereits 2x in seinem Bettchen geschlafen heute und ich hoffe sehr, dass er auch nächstes Mal wieder darin einschläft, damit er bald auch sein eigenes Zimmer benutzen kann.

Anfangs hat mein kleines Fröschli nur ganz eng an Mama gekuschelt geschlafen. Sobald ich aufgestanden bin, war er wach und hat geweint. Nach und nach konnte ich ihn immer ein wenig weiter weg legen und er hat brav weiter geschlafen. Mittlerweile kann er auch alleine in unserem 2,10 m x 1,80 m Bett schlafen (abgesichert durch Decken und in der Mitte des Bettes liegend). Sein Reisegitterbett steht in unserem Wohn-/Arbeitszimmer direkt neben mir, damit er auch lernt, dass er in seinem eigenen Bettchen schlafen kann und Mama nicht weit weg ist. Seit heute klappt dies – zu unser aller Freude – auch schon ganz gut.

Ich vermute, dass die Zeit im Krankenhaus uns beide sehr gestresst hat. Vermutlich so sehr, dass unser Fröschli erst Zeit und sehr viel Nähe brauchte, um sich an das Schlafen im eigenen Bett gewöhnen zu können.

Einerseits freue ich mich schon, wenn ich wieder ruhig schlafen kann, denn mit Baby im Bett bewege ich mich fast gar nicht und habe morgens sehr oft einen steifen Rücken oder eine eingeschlafene Hüftmuskulatur. Doch andererseits werde ich es wahrscheinlich sehr vermissen so eng an mein Baby gekuschelt einschlafen zu können und morgens mit seinem wunderbaren Lächeln aufzuwachen.

Ganz egal, welche Schlafsituation ihr momentan noch habt und ganz egal wie verzweifelt ihr seid, weil ihr zu wenig Schlaf bekommt oder euer Baby nicht alleine schläft – Kinder wollen irgendwann selbstständig werden. Wenn euer Kind dazu bereit ist, dann wird es auch alleine schlafen. Jedes Kind ist anders und hat einen ganz eigenen Entwicklungsrhytmus – das wird schon.

Eure Freya

Tacos mal anders

Huhu,

dieses Wochenende hatten wir Besuch vom Taufpaten unseres Kleinen. Wieder kam die Überlegung „Was koche ich?“, bis mir einfiel, dass ich ja Tacos machen könnte. Mein Lebensgefährte hatte noch nicht das Vergnügen meine Tacos zu essen und unser Besucher mag Faschiertes eigentlich sehr gerne. Also habe ich das Rezept herausgekramt und angefangen.

Zutaten:

  • Gewürzmischung
  • 450g Faschiertes
  • 90g Kopfsalat
  • 60g Paprika
  • 12 Tacos
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 1 mittelgroßer Paradeiser

optional zum Garnieren:

  • 1 reife Avocado
  • 1 EL gehackte frische Petersilie
  • 110ml Salat-Mayonnaise oder Rahm
  • 1 EL Zitronensaft

Das Problem ist – einiges kann ich nicht essen, da mein Kleiner davon Blähungen bekommt und unser Besuch isst weder Paprika noch ist er ein Fan von scharfem Essen. Da geschnittene Paradeiser viel zu sehr tropfen und ich keine Paradeissauce zur Hand hatte, musste ich ein wenig tricksen und meine Zutatenliste sah dann aus wie folgt:

  • 500g Faschiertes
  • 150g Kopfsalat
  • ein wenig Ketchup
  • Currypulver
  • Chillipulver
  • Salz
  • Pfeffer
  • Fondor
  • italienische Kräutermischung
  • süßes Paprikapulver
  • Knoblauchgranulat
  • Zwiebelgranulat
  • 12 Tacos

Die Zubereitung war im Endeffekt jedoch mehr oder weniger die selbe:

  1. Ofen vorheizen, wie auf der Packungsbeilage der Tacos beschrieben.
  2. Kopfsalat in dünne Streifen schneiden. Paprika, und Paradeiser grob würfeln. Zwiebel grob hacken.
  3. Öl in einer Pfanne oder einem Wok bei mittlerer Hitze erwärmen. Zwiebel, Würzpaste (in meinem Fall Gewürze) und Faschiertes hinzugeben und unter ständigem Rühren braten, bis das Fleisch gar ist. Zutaten beiseite stellen und abkühlen lassen.
  4. Paprika, Paradeiser und Salat unter das Faschierte geben. Die Mischung in 12 Portionen teilen und jeweils eine Portion in die Tacos geben.

Für alle die garnieren möchten:

  1. Avocadofleisch in eine Schüssel geben und gut zerstampfen. Mit Salat-Mayonnaise/Rahm, Zitronensaft und Petersilie vermengen.
  2. Zum Garnieren einen Löffel Avocadomischung auf jeden Taco geben.

Zubereitungszeit: ca 10 Minuten

Garzeit: ca 5 Minuten

Das Fazit – meinem Lebensgefährten und mir haben die Tacos gut geschmeckt. Unser Besucher mochte auch keine Nachos und da die Gewürze von Tacos und Nachos fast ident sind, war er nicht so begeistert. Gegessen hat er die Tacos trotz allem. Sehr zu empfehlen und ich werde die Tacos bestimmt noch einmal machen.

Viel Spaß beim Nachkochen wünscht euch –

Eure Freya

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